Schweres Gasunglück im Kalibergwerk


Wunstorf (rd.de) – Großeinsatz für die Rettungsdienste im Kreis Hannover. In der Nacht zum Donnerstag ereignete sich ein Unglück in der Kaligrube Sigmundshall bei Wunstorf. Durch einen unkontrollierten Schwefelwasserstoffaustritt wurden 27 Bergleute verletzt, ein Arbeiter starb.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich das Unglück in der vergangenen Nacht gegen 23.30 Uhr bei Bohrungen in mehr als 1.000 Metern Tiefe. Offenbar hatte man eine Gasblase angebohrt, wodurch es vermutlich zum Austritt von Schwefelwasserstoff gekommen ist.

Schwefelwasserstoff ist ein äußerst giftiges Gas. Eine Bewusstlosigkeit kann bereits bei mäßiger Konzentration nach wenigen Atemzügen eintreten. Ein 34-jähriger Bergmann war einer solch hohen Konzentration ausgesetzt und verstarb. 27 weitere betroffenen Bergleute konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt gerettet. Alle betroffenen Bergleute wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert.

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