Schweres Busunglück im Schweizer Wallis


Siders, Schweiz (rd.de) – Polizei und Rettungskräfte sprechen von einer Tragödie. In dieser Nacht verunglückte ein Reisebus in einem Tunnel der A9 im schweizerischen Kanton Wallis. Die Behörden sprechen von derzeit 28 Toten, darunter 22 belgische Kinder.

Der mit insgesamt 52 Personen besetzte belgische Reisebus geriet aus ungeklärter Ursache gegen die rechte Tunnelwand und krachte Sekunden später mit voller Wucht in die Aussparung einer Nothaltebucht. Neben den zwei Busfahrern und vier Betreuungspersonen, kamen 22 Schulkinder ums Leben. 24 weitere Kinder wurden verletzt.

Die Kinder aus dem belgischen Flandern, zum Großteil aus der Stadt Lommel, waren auf dem Rückweg von einer Skifreizeit. Belgiens Botschafter rang in einem Radiointerview um Fassung. Der Unfall sei schwer zu verarbeiten und eine Tragödie, die ganz Belgien in Trauer stürzen werde, sagte der Diplomat.

„Eine Tragödie dieses Ausmasses hat es im Wallis noch nie gegeben“, zitiert der schweizerische Rundfunk den Kommandanten der Walliser Kantonspolizei, Christian Varone. Der medizinische Leiter der Rettungsbrigaden des Kantons sprach von geschockten Helfern. Die Bergungs- und Rettungsaktion dauerte die ganze Nacht an. Die Feuerwehr zeigte sich erleichtert, dass es bei diesem Unfall nicht noch zusätzlich zu einem Brand gekommen sei.

Soweit bislang bekannt ist, scheint es sich um einen Alleinunfall ohne Fremdverschulden zu handeln. Zur Ermittlung der genauen Unfallursache sind derzeit Spezialisten am Unfallort.

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