Schwerer Wohnungsbrand in Dortmund


Dortmund-Hörde (BF) – In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Feuerwehr um 02:10 Uhr zu einem Wohnungsbrand an der I. Bickestraße gerufen. Einige Bewohner mussten per Drehleiter gerettet werden.

Als die ersten Rettungskräfte eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Schlafzimmerfenster im ersten Obergeschoss und drohten auf die darüber liegende Wohnung überzugreifen. Auch das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses war stark verraucht.

Während erste Trupps in das Gebäude vorgingen, um nach Menschen zu suchen, machten sich ein 61-jähriger Mann und seine 60-jährige Frau an Fenstern der darüber liegenden Wohnung bemerkbar. Beide wurden über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht.

Die über das Treppenhaus vorgehenden Trupps stießen auf den 75-jährigen Mieter der Brandwohnung, der sich noch selbst aus der Wohnung retten konnte. Der Mann gab an, dass sich seine Ehefrau noch in der Wohnung befinde.

Mehrere Feuerwehrleute durchsuchten die Wohnung, die mit dichtem schwarzen Rauch gefüllt war und in der ein Raum im Vollbrand stand. Die vermisste 56-Jährige konnte von den Feuerwehrleuten in einer Ecke kauernd gefunden und in Sicherheit gebracht werden. Sie hatte jedoch bereits lebensbedrohliche Verletzungen und eine Rauchgasvergiftung erlitten.

Nach medizinischer Versorgung durch den Rettungsdienst wurde das Ehepaar in ein Krankenhaus transportiert.

Alle anderen Bewohner des Hauses hatten das Gebäude vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen und sind für die Dauer der Löscharbeiten in einem Betreuungsbus untergebracht worden.

Der 75-jährige Mann wurde mit einer Rauchgasvergiftung stationär behandelt. Seine 56-jährige Ehefrau befindet sich in akuter Lebensgefahr.

Der Brand war nach ersten Erkenntnissen im Schlafzimmer ausgebrochen. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung ist der Putz in der Brandwohnung von Decken und Wänden abgeplatzt. Die Wohnung ist nicht bewohnbar. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro.
Unmittelbar nach den Lüftungsmaßnahmen hat die Polizei mit der Ermittlung der Brandursache begonnen.

Im Einsatz waren 50 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Darunter der Löschzug 4 (Hörde), der Löschzug 3 (Neuasseln) sowie der Löschzug (13) der Freiwilligen Feuerwehr Berghofen.

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