Schwer erkrankten Kapitän gerettet


Saßnitz (DGzRS) – Einen ungewöhnlichen, mit großem Aufwand verbundenen Einsatz absolvierte die Besatzung des in Saßnitz auf Rügen stationierten Seenotkreuzers WILHELM KAISEN der DGzRS am Samstagnachmittag, dem 10. Mai 2008.

Sie bargen den schwer erkrankten Kapitän des Angelkutters „Baltic I“ und versorgten ihn mit Unterstützung eines per Helikopter eingeflogenen Notarztes im Bordhospital. Der in einem kritischen Zustand befindliche Patient wurde im Hafen von Saßnitz zur weiteren Versorgung im Krankenhaus Bergen an den Rettungshubschrauber „Christoph 26“ übergeben.
Der 23 Meter lange Angelkutter „Baltic I“ (Heimathafen Eckernförde), auf Fangreise mit 14 Sportfischern an Bord nahe dem Seegebiet Adlergrund (rund 20 Seemeilen nordöstlich von Saßnitz ), meldete um 13 Uhr an BREMEN RESCUE RADIO, der Seenotfunkstelle der DGzRS, dass der Kapitän schwer erkrankt sei und dringend medizinische Hilfe benötige. Die Lage sei sehr ernst. Zudem befand sich niemand auf dem Fischereifahrzeug, der die Führung des Schiffes übernehmen konnte.
Sofort lief die WILHELM KAISEN aus ihrem Heimathafen Saßnitz zum Einsatzort. Ein Rettungsassistent des bereits vor Ort befindlichen Mehrzweckschiffs „Arkona“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund leistete derweil erste Hilfe.
Während der Anfahrt landete der Rettungshubschrauber „Christoph 47“ aus Greifswald auf dem Helikopter-Arbeitsdeck des Seenotkreuzers und übergab ein Verletztenversorgungsteam an die WILHELM KAISEN.
Um 14.15 Uhr trafen die Seenotretter bei der „Baltic I“ ein und übernahmen mit Hilfe des Tochterbootes HELENE den erkrankten Kapitän zur weiteren Behandlung durch einen Notarzt im Bordhospital.
Nachdem der Zustand des Patienten stabilisiert werden konnte, wurde er zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus Bergen auf Rügen geflogen.
Durch den Ausfall ihres Kapitäns war die „Baltic I“ mit den 14 Sportfischern ohne Schiffsführung. In dieser Situation stiegen zwei Besatzungsmitglieder der WILHELM KAISEN auf den Angelkutter über und überführten diesen mit seinen 14 Passagieren sicher zurück nach Saßnitz.

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