Schnorchler verschwindet im Wiesensee


Hemsbach (DLRG) – Gestern Nachmittag (25.8.09) wurden rund 50 ehrenamtliche Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim-Feudenheim sowie von verschiedenen Rettungshundestaffeln zum Hemsbacher Wiesensee alarmiert. Ein Schnorchler verschwand spurlos.

Zwei Schülerinnen hatten an dem wenig frequentierten Gewässer beobachtet, dass ein Schnorcheltaucher nicht mehr an die Wasseroberfläche zurück gekehrt war. Die Aufsicht des Seebades verständigte die Rettungsdienste.

Alleine die DLRG rückte mit rund 35 Kräften, darunter 9 Einsatztaucher, sowie zwei Booten in Hemsbach an. Hinzu kamen Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim-Feudenheim und aus Hemsbach. Ebenso eilten mehrere Taucher von den Berufsfeuerwehren aus Mannheim und Heidelberg zur Unglücksstelle. Insgesamt rund 75 Einsatzkräfte suchten den See weiträumig ab. Rettungsassistenten der Landrettungsdienste sowie der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter standen für die Versorgung bereit.

Unterstützt wurden sie dabei von Wassersuchhunden der Rettungshundestaffeln Rhein-Neckar (Wiesloch), aus Weinheim und von der Freiwilligen Feuerwehr Frankenthal. Zwei der insgesamt sechs eingesetzten Hunde konnten an unterschiedlichen Stellen deutliche Witterungen wahrnehmen. Sie wurden durch die andere eingesetzte Tiere bestätigt. Taucher suchten im Uferbereich und an den von den Hunden angezeigten Stellen den Grund des Sees ab. Die Sichtweite betrug zum Teil nur wenige Zentimeter, an anderen Stellen bis zu einem Meter. Sowohl in der Flachwasserzone des auslaufenden Sandstrandes, als auch in den rund 20 Metern Tiefe hinter einer Abbruchkante am Grund des Gewässers, konnten die Taucher jedoch keinen Körper ausmachen.

Nach mehr als zwei Stunden wurde die Suche erfolglos abgebrochen. Ob weitere Suchmaßnahmen in den kommenden Tagen durchgeführt werden, ist zur Stunde unklar.

Dutzende Einsatzfahrzeuge zogen zahlreiche Schaulustige an. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass trotz der frühen Alarmierungszeit an einem Werktag mehrere Dutzend Rettungskräfte der verschiedenen Organisationen zur Einsatzstelle entsandt werden konnte. Dafür gilt letztlich den Arbeitgebern der Dank, die dieses ehrenamtliche Engagement ermöglichen und die Helfer für Einsätze freistellen.

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