Schmerzen und der Rettungsdienst half nicht


Bremen (rd.de) – Die unbefriedigende Rechtslage von Rettungsassistenten musste am Sonntag (10.08.2014) ein Fußballspieler in Berkenthin bei Lauenburg schmerzhaft am eigenen Leib erleben.

Wie die Lübecker Nachrichten auf ihrem Online-Portal seit Mittwoch (13.08.2014) berichten, wurde der Rettungsdienst zu einem gefoulten Fußballspieler alarmiert. Vor Ort stellten die Rettungsfachkräfte eine Fraktur fest und forderten einen Notarzt nach. Dieser traf laut Lübecker Nachrichten zirka eine halbe Stunde später ein. Bis dahin hätte der Patient unter stärksten Schmerzen gelitten. Dass die Rettungsfachkräfte bis zum Eintreffen des Notarztes keine effektive Schmerztherapie eingeleitet haben, stößt in der Öffentlichkeit auf Unverständnis.

Lesen Sie hier den Beitrag der Lübecker Nachrichten.

(14.08.2014)

16 Responses to “Schmerzen und der Rettungsdienst half nicht”

  1. Björn Spaniol via Facebook on August 14th, 2014 13:24

    Und der Titel wird von Seiten der Redaktion so gewählt, dass es sich ließt „als das Fachpersonal keine Analgesie einleiten wollte“. Chapeau !!!

  2. crisu on August 14th, 2014 13:48

    das die mesnchen um den patienten aller unter schock standen, kann ich nachvollziehen. als bürger erwarte ich halt,wenn ich hilfe brauche und der rettungsdienst kommt, das man mir hilft. aber die rechtliche seite verstehen viele halt nicht. wenn ich keine medikamente auf dem auto habe oder keine BTM spritzen darf, dann darf ich es halt nicht.
    ich bin gegen den notfallsani,aber da hätte er vielleicht helfen können.

  3. Patrick Bönig via Facebook on August 14th, 2014 14:14

    Tja, so liest den Bericht auch der Durchschnitts-Sensationsgeile… 😉

  4. Katja Dannenberg via Facebook on August 14th, 2014 15:14

    Tja wenn die leute nur wüsten, das die RA leider nix machen durften laut Gesetz :-/

  5. tangotango on August 14th, 2014 15:55

    „als bürger erwarte ich halt,wenn ich hilfe brauche und der rettungsdienst kommt, das man mir hilft. aber die rechtliche seite verstehen viele halt nicht. wenn ich keine medikamente auf dem auto habe oder keine BTM spritzen darf, dann darf ich es halt nicht. ich bin gegen den notfallsani,aber da hätte er vielleicht helfen können.“

    Das ist, wie gehabt, eine tolle Meinung, crisu. Nur weil ihr keinerlei Sachen auf dem Auto habt und ein besseres Taxi seid, ist dies, zum Glück, nicht überall so. Bleibt, zumindest bei uns, „nur“ das Problem, dass wir es nicht dürfen. Können, aber nicht dürfen. Und das ist sehr wohl unverständlich.

    Als ob das alles eine verdammte Zauberei wäre. Eine Farce ist dann ja noch der letzte Satz von dir.

  6. crisu on August 14th, 2014 15:55

    @ katja aber das gesetz wird sich vielleicht ändern *gggggggggggg*

  7. Jonathan Goltz via Facebook on August 14th, 2014 19:25

    Und wiedereinmal sieht man das die Presse keine Ahnung hat. Aber qualifiziert wirken wollen. Traurig…

  8. Haiko Schlachter via Facebook on August 14th, 2014 19:28

    Und wenn die beiden ne Arsch in der Hose gehabt hätten und ihm was gegeben hätten(vorausgesetzt es war was an Bord), hätte die beiden irgendeiner bestimmt angeschissen .
    Aber zum Glück gibt es jetzt ja ein total gut durchdachtes notfallsanitätergesetzt

  9. crisu on August 15th, 2014 16:14

    tangotango nun komm mal wieder von deinen hohen ross runter.bei uns sind wir nunmal ein besserer ktw.dies liegt doch nicht an uns personal.
    Und wie kann man etwas,was man nicht anwenden darf? ist aber wieder ein anderes thema

    @Haiko wenn wir es nicht fuerfen wuerde ich meine finger weg lassen.geht was schief,wirst du gewaltige probleme bekommen

  10. Martin on August 16th, 2014 17:17

    Es gibt schon Landkreise wo eine Analgesie durch Rettungsassistenten möglich ist. Wir geben schon Zeit ca 2 Jahren Morphin , Dipidolor und Ketanest.Bisher haben wir mit der Analgsie durch RA´s gute Erfahrungen gemacht. Rechtlich wurde die BTM Gabe auch abgeklärt.

  11. Klaus Peter on August 18th, 2014 09:37

    Wenn die RA keine Medis geben dürfen, dann ist das so. Was passieren kann, wenn Medikamente verabreicht werden von RAs haben wir ja in Bayern gesehen – Kündigung! Ich dinde den Zeitungsartikel gar nicht schlecht, denn er beschreibt ganz genau die Sachlage: RAs dürfen keine Medikamente geben – Punkt! Auch der Leitstellenleiter liegt mit seinber aussage zur Vollkaskomentalität nicht falsch. Ne ne, lehnt euch nicht zu sehr aus dem Fenster, wenn es zu Schwierigkeiten kommt wird NIEMAND sagen: „Im Zeichen der Menschlichkeit!“

  12. Olaf on August 19th, 2014 15:07

    @Crisu mach Dir nichts draus, hier macht jeder seinen Mund auf, dass sind die ersten die wie ein kleines Mädchen heulen wenn es drauf ankommt. Ist halt Pech, muss Patient eben warten. Was andere sagen die drum rumstehen , juckt mich nicht die Bohne. Sind eh immer Klugscheisser, die so oder so immer alles besser wissen, was wir tun sollten oder machen dürfen und was nicht.

  13. Reiner Graupe on August 20th, 2014 13:21

    Ist doch ein typisch deutsches Problem. Warum traut man RA nichts zu – weils im Gesetz steht. Warum steht es im Gesetz – weil es in Deutschland so gewollt ist.
    Warum kommen die USA ohne Ärzte auf der Straße aus. Weil die ins Krankenhaus gehören und nicht auf die Straße. Die dortigen Paramedics regeln das vor Ort und verabreichen BTM nach Anweisung (per Telemetrie weiß der doc im Krankenhaus Bescheid). Wo bin ich denn als Patient nun besser versorgt, hier oder da drüben?
    Das Argument, wenn hier ein Arzt am Unfallort ist, geht es mir hier als Patienten besser, als in den USA stimmt nur dann, wenn der Arzt dazu qualifiziert ist. Wenn der von Notfallmedizin keine Ahnung hat, dann würde ich mich lieber von einem Paramedic behandlen lassen.

  14. Olaf on August 20th, 2014 16:59

    Nur sind wir nicht mit den Paramedics nie und nimmer vergleichbar und werden es auch nie sein, auch als Notfallsani nicht. Diese Ausbildung, wie auch in einigen anderen Ländern ist nicht mit unserer Ausbildung vergleichbar.
    Auch wenn viele es meinen oder so davon überzeugt sind das wir mit dem neuen Gesetz so viel besser sind.
    Aber wenn man es sich lange genug einredet wird es wohl so sein
    Und das hat mit dem Gesetz auch nichts zu tun, auch wenn man es uns zutrauen würde.
    Schon alleine die Ausbildung in Holland kostet sehr viel Zeit.
    Aber wir Deutschen oder Glaube ist oder liegt darin das wir in allen besser sind
    Und ein gutes Gesundheitssystem bzw. in Rettungsmedizin der Hammer sind

  15. Uwe Storch on August 21st, 2014 11:07

    Hallo,

    mal ganz davon abgesehen, ob manche Kommentare von großem Sachverstand geprägt sind oder nicht stellt sich mir seit Jahren die Frage, weshalb man im Deutschen Rettungsdienst die guten Erfahrungen der Engländer mit Entonox (Sauerstoff-Lachgasgemisch) nicht nutzt. Kaum Nebenwirkungen, super zu steuern und leicht im Handling. In Groß-Britannien setzt das Rettungspersonal seit Jahren auf die Analgesie mit Entonox und hat schon unzähligen Patienten in Situationen wie der beschriebenen geholfen…

  16. Olaf on August 21st, 2014 15:37

    Nochmal…weil wir nicht in england sind und nicht in den Niederlanden oder sonst wo…..echt euer wunschdenken immer. Wenn Ihr mein da macht man es aber so….dann thüss, entweder man akzeptiert es oder nicht. Oder man mach den Notfallsani…..und steht danach über allem….

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