Schiffbrüchiger trieb in Rettungsinsel auf der Nordsee


Bremen/Juist (DGzRS) – Die Besatzung eines Seenotkreuzers der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) rettete am Donnerstagmorgen auf der Nordsee einen polnischen Segler aus Seenot. Der 56-Jährige hatte sich nach dem Sinken seiner Segelyacht an Bord einer kleinen Rettungsinsel geflüchtet.

Mit seiner neun Meter langen Yacht „Szaman“ war der aus Gdynia stammende Mann zirka zwei Seemeilen westlich der Insel Juist unterwegs gewesen. Nach einer Grundberührung im flachen Wasser an der Untiefe Kachelot-Plate war der Kiel abgerissen. Dadurch war Wasser in den Rumpf geströmt.

Skipper Jerzy B., der als Einhandsegler vom Mittelmeer kommend nach Cuxhaven segeln wollte, hatte sofort über den Notrufkanal 16 einen „Mayday“-Ruf abgesetzt. Dieser war von der Küsten-Seenotfunkstelle „Bremen Rescue Radio“ aufgefangen worden.

Daraufhin hatte die Seenotleitung Bremen der DGzRS die Seenotkreuzer „Alfried Krupp“/Station Borkum, „Bernhard Gruben“/Station Norderney, das Seenotrettungsboot „Woltera“/Station Juist und zwei Fischkutter in das Einsatzgebiet entsandt.

Gegen 3.30 Uhr hatte die Besatzung des Seenotkreuzers „Bernhard Gruben“ das Wrack der Segelyacht in der Brandung auf der Kachelot-Plate entdeckt. Mit dem Tochterboot konnte der Schiffbrüchige gegen 3.45 Uhr von der Rettungsinsel abgeborgen werden.

Vormann Christian Koprek: „Wir haben den Mann bei uns im Bordhospital erstversorgt und anschließend zur ärztlichen Beobachtung ins Inselkrankenhaus auf Norderney überwiesen. Die zerstörte Yacht und die Rettungsinsel liegen noch draußen.“

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