Saisonstart für die Stauhelfer


Berlin (JUH) – Wenn am 8. April die Osterferien in Brandenburg beginnen, haben die Motorrad-Stauhelfer der Johanniter wieder viel zu tun. Die Helfer bereiten sich bereits gründlich vor.

Die Sanitäter auf ihren 96 PS starken Maschinen sind bei Unfällen, Staus und Pannen häufig als Erste zur Stelle. Deshalb startete die ehrenamtliche Staffel mit einem Fahrsicherheitstraining am 28. März in die Saison.

Rund 430 Mal waren die Johanniter-Stauhelfer 2008 im Einsatz, davon wurde 90 Mal medizinische Hilfe geleistet. „Wir sichern die Unfallstelle ab, fordern Rettungskräfte an, weisen sie ein und leisten Erste Hilfe“, erklärt Ralf Opitz, Leiter der Motorradstaffel. Zur Grundausstattung gehören neben Absicherungsmaterial und Funkgerät darum auch ein Defibrillator, Beatmungsbeutel, Blutdruckmessgerät und Verbandsmittel.

Ein weiterer Teil der Aufgabe ist die Hilfe bei Pannen und Staus. Die Motorradstaffel unterstützt die Fahrer liegengebliebener Fahrzeuge bei der Absicherung und ruft den Abschleppdienst, versorgt staugeplagte Familien mit Erfrischungen, Kinderspielzeug und Umleitungsempfehlungen. „Wenn sich ein Autofahrer verfahren hat, helfen wir auch schon mal beim Kartenlesen oder Einstellen des Navigationssystems“, sagt Ralf Opitz.

Seit drei Jahren trägt die Motorradstaffel dazu bei, dass es auf den Brandenburger Autobahnen sicherer wird. Rund 80.000 Kilometer fahren sie in jeder Saison.

70 ehrenamtliche Helfer sind auf der A2, A9, A10, A11, A12, A13, A15, A20 und A24 unterwegs, vor allem an den Wochenenden und in der Ferienzeit. Dabei ließen sich mit der richtigen Vorbereitung viele Zwischenfälle vermeiden, weiß Ralf Opitz. „Bevor die Reise beginnt, sollte das Fahrzeug überprüft werden: Reifendruck, Licht, Verbandskasten, Warndreieck und -westen. Eventuell steht auch ein Ölwechsel an“, erklärt der Stauhelfer. Außerdem sollten Autofahrer die Reiseroute mit einer aktuellen und genauen Karte planen und sich Gedanken über Alternativstrecken zu berühmten Stauautobahnen machen.

Text und Bild: Andreas Berger-Winkler

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