RTW vor Krankenhaus entwendet


Bad Zwischenahn (ots) – Gegen 18.20 Uhr wurde am Neujahrstag auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) ein RTW entwendet.

Während die Mitarbeiter des Rettungsdienstes Landkreis Wesermarsch mit der Einlieferung eines Patienten beschäftigt waren, nutzte ein 23-jähriger Mann die Gelegenheit: Er stieg in den Rettungswagen ein und fuhr los.

Die Rettungsfachkräfte meldeten den Vorfall sofort der Polizei. Die Beamten stellten den Dieb mit „seinem“ Rettungswagen kurze Zeit später in Oldenburg.

Der 23-jährige Fahrer, der sich als Besucher auf dem Klinikgelände in Bad Zwischenahn aufgehalten hatte, gab an, dass er nach Hause gewollt und keine andere Möglichkeit gesehen hätte, als das Einsatzfahrzeug zu entwenden.

Wie die Polizei mitteilte, besitzt der 23-Jährige keine Fahrerlaubnis und stand zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,48 Promille.

11 Responses to “RTW vor Krankenhaus entwendet”

  1. Michael Baum via Facebook on Januar 2nd, 2013 16:29

    „…dass er nach Hause gewollt und keine andere Möglichkeit gesehen hätte…“ und da kommt man nicht auf die Idee ein Taxi zu nehmen? Unfassbar…

  2. Martin Stafflinger via Facebook on Januar 2nd, 2013 16:39

    na wer hat den da den Schlüssel stecken lassen?

  3. Erich Ki via Facebook on Januar 2nd, 2013 16:53

    Ja, wirklich unfassbar ist die Dummheit der RTW-Besatzung, das Auto nicht nur nicht abzusperren, sondern als „Einladung“ auch noch gleich den Zündschlüssel stecken zu lassen.

  4. Jens Schmitz via Facebook on Januar 2nd, 2013 17:14

    Eigene Dummheit der RTW Besatzung…gut das dabei niemand zu Schaden gekommen ist

  5. Blaumann on Januar 2nd, 2013 19:40

    Wenn ich die Türen immer alle schließe und das Fahrzeug auch am KH abschließe werde ich immer belächelt oder ernte genervte Blicke…

    Sein Privatwagen lässt auch keiner auf dem Supermarktparklatz offen stehen und schon garnicht mit offener Hecklappe… 😉

  6. Marc on Januar 3rd, 2013 00:42

    Es gibt Kreise, da ist das völlig normal den Schlüssel in den Liegendanfahrten stecken zu lassen…
    In NRW kenn ich das aus mehreren Kreisen.
    Teilweise wird auch am Notfallort der Schlüssel stecken gelassen, da keine MWS vorhanden ist….

    Daher kann man nicht unbedingt die RTW-Besatzung dafür schuldig machen….

  7. Kay on Januar 3rd, 2013 10:47

    Ich kenne es in Hamburg auch so, dass die RTWs welche hinter den Notaufnahmen halten nicht verschlossen werden. Kommt sogar vor, dass Fremdbesatzungen (sogar anderer Unternehmen) dann die RTWs im Bedarfsfall kurz einige Meter umparken, falls auf Grund hohen Andrangs kein Durchkommen mehr ist.

  8. Hanseretter on Januar 3rd, 2013 11:05

    Der Fahrzeugführer ist für sein Fahrzeug verantwortlich. Niemand anders.
    Ich schließe immer das Auto und auch ab. Egal, was Kollegen denken und was Usus ist. Ich kenne ja auch Kollegen, die in Sportschuhen retten und tu das nicht.

    Ausnahme bei Großschadenslagen, da ist es ja in den meisten Gegenden vorgeschrieben, dass der Schlüssel stecken bleibt.

  9. Hanseretter on Januar 3rd, 2013 13:22

    Zu Kay

    Wo in Hamburg soll das sein? Und den Vorgesetzten, der das toleriert, würde ich gerne kennen lernen!

  10. Olf on Januar 4th, 2013 10:52

    @ Kay: Wo hast Du das denn gesehen?? (Umparken)

    Mein Auto ist, Ausnahmen wie genannt abgesehen, immer abgeschlossen. Die Kollegen oder NEF-Piloten mit genervten Gesichtern vor meinem Auto sind mir herzlich egal. Tür auf und zu nimmt keine Zeit in Anspruch, und die Karre bleibt netter Weise im Winter sogar etwas warm .

  11. Klaus on Januar 5th, 2013 12:53

    Ich schließe mein Auto auch in fast allen Fällen ab, ist eine Selbstverständlichkeit. Fast allen deshalb, weil ich durchaus Ausnahmen mache – nämlich an KH-Anfahrten mit der Betriebsamkeit eines Taubenschlages, wenn ich mein Auto nicht vernünftig am Rand parken kann, eventuell sogar mitten in der Zufahrt stehen lassen muß, während wir uns mit dem Patienten auf den Weg nach drinnen machen; da bleibt dann natürlich auch der Schlüssel stecken, eben damit das Auto umgeparkt werden kann, wenn wieder Platz ist. Hat bis jetzt immer wunderbar funktioniert. Allerdings dürfte an solchen Anfahrten das Klau-Risiko auch sehr gering sein, da in diesen Situationen immer irgendwelche Kollegen da herum laufen und kaum einer sich ernsthaft trauen wird, da auf einmal ein Auto oder auch nur Ausstattung zu klauen. Und im Idealfall sind diese Anfahrten auch noch relativ isoliert von den anderen Zufahrten (wie z.B. an der RWTH Aachen – auch dort konnten wir uns nur hinten anstellen, bei Rückkehr war das Auto irgendwo am Rand eingeparkt).
    Aber überall sonst, von der abgesperrten MANV-Einsatzstelle abgesehen: Schlüssel mitnehmen und abschließen, keine Frage.
    Manchmal übrigens habe ich mir in der Vergangenheit (als ich in einer kleineren Stadt lebte und arbeitete als jetzt, mit übersichtlichem Kollegenstamm) einen Spaß draus gemacht, bei Kollegen, die an kritischen Stellen wie in der Innenstadt nicht abgeschlossen und sogar das Auto offen gelassen haben, wenn ich beim Shoppen vorbei kam, mal eben ein klein wenig Unordnung zu verursachen. Nix wildes, aber so, daß es gleich auffällt – Handschuhkarton runtergeschmissen, Schreibbrett woanders hin gepackt, irgendwas aus dem Dachstaufach rausgeholt o.ä.. Fast alle haben sich recht bald das Abschließen angewöhnt… 🙂

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