RTW rollte führerlos Böschung hinunter


Bad Kreuznach (pol) – Schwere Verletzungen erlitt eine Rettungsdienstmitarbeiterin des Malteser Hilfsdienstes am Samstag während eines Einsatzes in Stromberg (Rheinland-Pfalz).

Ein Rettungswagen der Malteser war am Samstag gegen 15:10 Uhr auf dem Weg zu einem Patienten in Stromberg. Bei der Anfahrt, so die Polizei, wollte die 23-jährige Kollegin in einer Sackgasse wenden. Dabei geriet das Fahrzeug nahe an eine bewaldete Böschung. Als sie schließlich den RTW verließ, vergas die Frau offenbar, die Feststellbremse des Einsatzfahrzeugs zu betätigen.

Als sie bereits ausgestiegen war, setzte sich das Fahrzeug selbstständig in Bewegung und rollte vorwärts auf die Böschung zu. Im Behandlungsraum des Rettungswagens saß zu diesem Zeitpunkt noch ein Praktikant. Die Fahrerin erfasste sofort die Gefahr, lief hinter dem RTW her und versuchte noch, in das rollende Fahrzeug zu springen. Dabei geriet sie jedoch mit einem Bein unter das Einsatzfahrzeug, sodass das Bein vom Fahrzeug überrollt wurde. Anschließend wurde die junge Frau vom Rettungswagen noch zirka zehn Meter die Böschung hinunter mitgeschleift. Die Kollegin erlitt schwere Verletzungen und wurde von einem Rettungshubschrauber in die Mainzer Uni-Klinik geflogen. Der im Fahrzeugheck sitzende Praktikant wurde ebenfalls verletzt, da er das Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig verlassen konnte.

Das Fahrzeug prallte frontal gegen einen Baum, wodurch ein Schaden in Höhe von rund 50.000 Euro entstand.

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