RTW mit Graffitis und Tags beschmiert


München (MKT) – Während eines Einsatzes in einem Münchner Jugendheim wurde in der Nacht zu Montag ein Rettungswagen der MKT-Rettungswache Mitte mit Graffitis und Tags beschmiert. Kurz zuvor waren die Einsatzkräfte von einer gewalttätigen Patientin bewusst mit Blut beschmutzt worden.

Die RTW-Besatzung war zu einem Jugendheim gerufen worden. Grund für den Einsatz war eine Medikamentenintoxikation. Eine junge Patientin hatte verschiedene Medikamente in hoher Dosis zu sich genommen. Während eine Rettungsfachkraft die Patientin versorgte, telefonierte sein Kollege mit dem Giftnotruf. Er wollte die genauen Substanzen und ihre Wirkungsweise abklären. Während des Telefonats hörte der Rettungsassistent aus einem nahe gelegenen Innenhof, in dem der RTW parkte, Geräusche und Gekreische. Als das Team wenig später mit der Patientin zum Rettungswagen kam, stellte es Schmierereien an der Außenseite des Einsatzfahrzeugs fest.

Die Befragung von zwei Jugendlichen, die sich in der Nähe des RTW aufhielten, durch die Polizei ergab keine konkrete Spur.

Ärger hatte die RTW-Besatzung auch schon bei ihrem vorangegangenen Einsatz. Eine alkoholisierte Frau, die gestürzt war und sich eine Kopfplatzwunde zugezogen hatte, wollte sich nicht behandeln lassen. Die Patientin wurde aggressiv, schlug auf die Rettungskräfte ein und beschmierte sie mit ihrem Blut. Die Helfer forderten daraufhin Polizeiunterstützung an. Mit einiger Überredungskunst konnte die Frau in eine Münchner Klinik gebracht werden, um ihre Verletzung versorgen zu lassen.

2 Responses to “RTW mit Graffitis und Tags beschmiert”

  1. Christoph on Oktober 18th, 2011 13:56

    Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.
    Ich frage mich, woher diese Respektlosigkeit uns Rettungsdienstlern gegenüber her rührt.
    Im Vergleich zur Polizei, die sich einfach gesagt auch mal mit seinen Kunden anlegen muss…, sollten wir doch folgerichtig einen guten Stand in der Bevölkerung haben?!
    Für manches Klientel ist scheinbar alles, was mit Blaulicht um die Ecke kommt in irgendeiner Weise ein Hassobjekt.
    Naja, ich frage mich manchmal schon, warum ich diesen Beruf aus voller Überzeugung ausübe.

  2. Dominik on Oktober 18th, 2011 21:20

    Christoph da hast du vollkommen recht.
    Man merkt es immer wieder wenn man um die Ecke kommt und sei’s auch bei den Saniätsdiensten, man wir stetig von Jugendlichen angemacht und verspottet.
    Ich selbst bin erst 17 Jahre alt, mache grade meinen RH. Ich versuche schon in „“ ein Vorbild für andere zu sein, indem ich anderen, vorallem in meiner Freizeit helfen möchte.
    Nur dies wird in der Tat in den meisten Fällen leider nicht getan und wie gesagt man bekommt auch immer noch ’nen blöden Spruch gedrückt.

    Nichts desto trotz bleibt es weiter mein Zeil, nach dem FHR die weiterbildung zum RS und schließlich zum RA zu machen und den Beruf auszuüben.

    Viele grüße
    Dominik

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