RTW kollidiert mit Streifenwagen


Jülich (pol) – Zu einer Kollision zwischen einem Streifenwagen der Polizei und einem Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes kam es Donnerstagvormittag auf einer Kreuzung in Jülich. Zwei Beamte der Polizeiwache Jülich wurden dabei leicht verletzt.

Gegen 10.35 Uhr waren gestern Polizei und Rettungsdienst mit Sonder- und Wegerechten, aus unterschiedlichen Richtungen kommend, auf der Anfahrt zu einem dringenden Einsatz. Dabei befuhr die 23 Jahre alte Fahrerin des Malteser-Fahrzeugs die Wiesenstraße und beabsichtigte über die beampelte Kreuzung hinaus weiter auf die Brunnenstraße zu fahren. Für ihre Fahrtrichtung bestand zu diesem Zeitpunkt Rotlicht.
Der 39 Jahre alte Fahrer des Streifenwagens befuhr im Querverkehr die stadteinwärts führende Römerstraße, wollte geradeaus weiter in Richtung Neusser Straße fahren, musste dabei aber wegen der Sonderrechtsfahrt auf dem Fahrstreifen für Linksabbieger an bereits wartenden Verkehrsteilnehmern vorbei fahren.

Ihm entgegen kam ein 45 Jahre alter Mann aus Kreuzau mit einem Firmenwagen, der die Römerstraße bei Grünlicht in Fahrtrichtung stadtauswärts befuhr. Er hatte auch, wie er mitteilte, das mit Blaulicht und Martinshorn sowie reduzierter Geschwindigkeit in den Kreuzungsbereich einfahrende Polizeifahrzeug wahrgenommen und war der Annahme, dass dieses wie beabsichtigt weiter geradeaus fährt, so dass er es gefahrlos passieren könnte. Allerdings hatte er das aus seiner Sicht von rechts kommende Rettungsdienstfahrzeug zunächst nicht erkannt. Somit kam es zu einer Konfliktsituation zwischen diesen beiden Fahrzeugen, mit der Folge, dass beide einander ausweichen mussten. Dabei prallte der Rettungswagen dann allerdings beinahe frontal gegen den Funkstreifenwagen, ohne mit dem Privat-Pkw zu kollidieren.

Neben dem Polizisten am Steuer wurde auch dessen 52-jähriger Kollege verletzt. Beide konnten jedoch später nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen werden.

Der eingetretene Gesamtsachschaden an den beiden bedingt fahrbereit gebliebenen Einsatzfahrzeugen wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf der komplexen Verkehrssituation dauern an.

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