Rotkreuz-Taucher spüren Gaslecks auf


DRK (Frankfurt/Oder) – 15 Taucher der DRK- Wasserwacht sind zurzeit mit ihren Booten in Frankfurt/Oder im Einsatz. Sie sammeln Treibgut auf, um die Spundwände zu schützen und dichten Gaslecks in gefluteten Kellern ab.

In der Stadt wurde wegen des Hochwassers die Alarmstufe 4 ausgerufen. Im Stadtzentrum sammeln Mitglieder der Wasserwacht Treibgut an einem überschwemmten Anleger ein. Der droht durch die Last des Treibguts abzureißen und würde dann die Spundwand zerstören. In überschwemmten Häusern in Ufernähe sind die Spezialisten unterwegs, um Gaslecks aufzuspüren und abzudichten.

„Wir tauchen in die Keller, um dort die Gas-Zufuhr abzudrehen“, sagt Danny Knipsel, Leiter der Wasserwacht Frankfurt/Oder. „Das ist ein Einsatz unter schwierigen Bedingungen. Die Keller sind dunkel und wir wissen nicht, was uns an Hindernissen erwartet.“ Entweder haben die Bewohner das Gas nicht abgestellt oder Leitungen wurden durch das Hochwasser beschädigt.

Neben den eingesetzten Mitgliedern der Wasserwacht stehen die DRK-Kräfte der Bereitschaften (Unterkunft, Verpflegung, Betreuung) und die des Suchdienstes (Kreisauskunftsbüros) auf Abruf bereit. Im Nachbarland Polen ist die Lage in den überfluteten Regionen stabil, aber bedrohlich. Für eine mögliche Evakuierung der Bevölkerung der Stadt Slubice steht der DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Spree zur Unterstützung bereit.

Das Polnische Rote Kreuz ist seit Beginn der Überflutungen pausenlos im Einsatz. Notunterkünfte wurden eingerichtet, Lebensmittel, Getränke und die wichtigsten Dinge des täglichen Lebens werden an evakuierte oder aus ihren Häusern geflüchtete Bürger ausgegeben. Einzelne Verbände des Deutschen Roten Kreuzes haben bereits Hilfstransporte zu befreundeten Regionen nach Polen geschickt. Weitere Hilfsaktionen sind geplant.

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