Rotkreuz-Rettungshunde helfen im Kölner Trümmerfeld


Berlin/Köln (DRK) – 25 Rettungshunde der DRK-Rettungshundestaffeln aus Nordrhein-Westfalen stellen ihre Nase in den Dienst der Menschenrettung am eingestürzten Kölner Stadtarchiv.

Nach dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs und umgebender Häuser in Köln kümmern sich die 175 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes gemeinsam mit Feuerwehr, Polizei und den anderen Hilfsorganisationen um die Opfer. Mit dabei sind die Helfer auf vier Pfoten, die nach Verschütteten suchen: 25 Rettungshunde der Rotkreuz-Hundestaffeln aus Nordrhein-Westfalen.

„Ein Rettungshund muss in so einer Situation zielsicher arbeiten können. Er darf sich weder durch den Lärm der Räumgeräte noch etwa durch Essensreste irritieren lassen“, sagt Stephan Schmitt, Rettungshunde-Fachmann im DRK-Generalsekretariat. „Länger als eine Viertelstunde kann so ein Tier aber nicht nach Verschütteten suchen, dann ist eine kurze Pause erforderlich.“ Der Geruchssinn von Hunden ist tausendfach besser als der des Menschen.

Die Ausbildung von Rettungshunden dauert 1,5 bis 2 Jahre. Die Hunde werden zur Suche in Trümmern (auch nach Erdbeben), nach Lawinen und zum Auffinden von vermissten oder verwirrten Personen eingesetzt.

Im Deutschen Roten Kreuz werden 1.200 Rettungshunde trainiert, rund 850 von ihnen haben die Rettungshunde-Prüfung bereits bestanden. Vom Jack-Russell-Terrier bis zum Riesenschnauzer sind alle Rassen dabei. Etwa 15 Prozent der Hunde sind Deutsche Schäferhunde, aber auch Border Collies und Golden Retriever sind als Rettungshunde bereit für den Einsatz. Der letzte Großeinsatz war nach dem Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall am 2. Januar 2006.

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