Rotes Kreuz setzt auf Freiwilligkeit


Hannover/Berlin (rd.de) – Uwe Schünemann (CDU), Innenminister von Niedersachsen, sorgt sich um den Zivil- und Katastrophenschutz in der Zeit nach einer Aussetzung der Wehrpflicht und schlug deshalb einen verpflichtenden Heimatschutzdienst vor. Beim DRK hält man davon wenig.

Einen solchen Pflichtdienst können die jungen Menschen dann wahlweise bei der Bundeswehr, der Bundespolizei oder im Zivil- und Katastrophenschutz ableisten. Beim Katastrophenschutz wurde in diesem Zusammenhang unter anderem das Technische Hilfswerk, die Feuerwehr und das Rote Kreuz genannt.

DRK-Generalsekretär Clemens Graf von Waldburg-Zeil distanziert sich nun von dem Eindruck, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fordere neben anderen Hilfsorganisationen die Einführung eines derartigen sechsmonatigen Heimatschutz-Pflichtdienst.

„Es ist ein Anliegen des Roten Kreuzes, den Katastrophenschutz auch nach der Wehrstrukturreform auf hohem Niveau sicherzustellen. Das Deutsche Rote Kreuz fordert jedoch keine Heimatschutz-Dienstpflicht. Freiwilligkeit ist einer unserer wichtigsten Grundsätze. Darauf bauen wir auch weiterhin im Katastrophenschutz“, ließ Clemens Graf von Weilburg-Zeil mitteilen.

Das DRK unterstützt die Pläne des Bundesfamilienministeriums zur Einführung eines Freiwilligen Zivildienstes. Nach Auffassung des DRK ist auch eine besondere Wertschätzung der Ehrenamtlichen in Bevölkerungsschutz und eine angemessene Anerkennungskultur notwendig, um die Dienste auf Freiwilligenbasis zu erbringen.

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