Rosinenbomber in Berlin-Schönefeld notgelandet


Rosinenbomber DC-3  (Foto: Frank-Herzog, Air Service berlin)Schönefeld (rd.de) – Am Samstag musste ein sogenannter „Rosinenbomber“ auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld notlanden. Sieben Menschen wurden verletzt.

Die restaurierte Maschine des Typs DC 3 aus dem Jahr 1944 ist der unumstrittene Star am „Erlebnisterminal“ der Air Service Berlin in Schönefeld. Am Samstag kam es nach dem Start zu einem Rundflug zu einem Triebwerksschaden. Es gelang dem Piloten noch die Maschine zu drehen, um auf einem Rasenareal des Flughafens eine Notlandung zu versuchen. Neben einer unsanften Graslandung wurde eine Tragfläche beim Durchbrechen eines Bauzauns und anfahren eines Betonblocks stark beschädigt.

Nach Angaben der Johanniter wurden sieben Menschen leicht verletzt. Insgesamt waren 25 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder an Bord. Neben der Flughafenfeuerwehr und örtlichen Freiwilligen Feuerwehren waren die Rettungskräfte der Johanniter aus den zuständigen Rettungswachen Schönefeld, Schulzendorf und Königs Wusterhausen mit sechs Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen im Einsatz. Weiterhin war die SEG Betreuung der Johanniter und zwei Rettungshubschrauber vor Ort.

Das Luftfahrbundesamt hat die Ermittlungen zur Absturzursache übernommen.

Nach Angaben der Air Service Berlin, wurde das Flugzeug erst 8 Flugstunden zuvor einer Wartung unterzogen. Das ausgefallene Triebwerk war zudem relativ neu und hatte erst 450 Betriebsstunden absolviert, berichtet das Branchenblatt airliners.de unter Berufung auf den Geschäftsführer der Air Service Berlin.

Die US-Luftwaffe nutzte Maschinen dieses Typs während der Blockade West-Berlins 1948 und 1949 zur Versorgung der Stadt aus der Luft. Ob die Maschine reparabel ist, gilt derzeit als ungewiss.

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