Rollstuhl brennt


Hannover (BF) – Ein brennender Rollstuhl im Schlafzimmer eines behinderten Mannes rief die Feuerwehr Hannover auf den Plan. Das schnelle Eingreifen verhinderte Schlimmeres.

Gleich mehrere Anrufer meldeten heute gegen 5:35 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus einem Fenster einer Wohnung im fünften Stock der Sallstraße in Hannover. Die Feuerwehr alarmierte daraufhin sofort zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, zwei Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr.

Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge war eine sehr starke Rauchentwicklung aus einem gekippten Fenster im fünften Obergeschoss zu sehen. Sofort wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht und parallel gingen Einsatzkräfte über das Treppenhaus vor. Um in die betroffene Wohnung zu gelangen musste zunächst die Tür aufgebrochen werden. In der Wohnung fanden die Feuerwehrleute einen verzweifelt um Hilfe rufenden behinderten Mann (63) in seinem Bett vor. Vor dem Bett stand ein brennender Rollstuhl, der offensichtlich die Ursache für die Rauchentwicklung war. Auf die Einrichtung hatte der Brand noch nicht übergegriffen.

Der Behinderte wurde aus seiner Wohnung gerettet und in das Henriettenstift gebracht. Ein Rettungswagen brauchte hierzu nicht eingesetzt werden, das Krankenhaus befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Der Rollstuhl wurde mit einem Strahlrohr schnell gelöscht, ein Übergreifen des Feuers auf die Wohnung konnte verhindert werden. Durch die starke Rauchentwicklung entstand trotzdem ein erheblicher Sachschaden, die Feuerwehr geht nach ersten Schätzungen von ca. 50.000 € aus.

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