RKiSH: Internationaler Erfahrungsaustausch


Michael Reis, Geschäftsführer RKiSH; Juha Jormakka, Saimaa-University; Simo Saikko, Saimaa-

Michael Reis, Geschäftsführer RKiSH; Juha Jormakka, Saimaa-University; Simo Saikko, Saimaa-
University;Anja Harris; Kooperative Regionalleitstelle West; Tim Tiemann, RKiSH; Sally Thompson, Edgehill-
University; Selja dal Maso, RKiSH; Phil Crompton, Edgehill-University (von li.). Foto: RKiSH

Heide (RKiSH) – Über die Zukunft der präklinischen Versorgung haben sich Rettungsdienste sowie deren Hochschulen aus Deutschland, England und Finnland auf Einladung der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) ausgetauscht. Ergebnisse des dreitägigen Besuchs sind eine Zusammenarbeit auf akademischer Ebene und ein europäisches Austauschprogramm für die Mitarbeiter.

Im Zentrum des Erfahrungsaustauschs stand für die RKiSH die aktuelle Aufgabe, den Weg vom Gesetz zum neuen Berufsbild „Notfallsanitäter“ zu gestalten.

„Unsere Patienten haben die bestmögliche Versorgung verdient. Daher begrüßen wir das Gesetz zum Notfallsanitäter“, erklärt RKiSH-Geschäftsführer Michael Reis. „Jetzt stehen alle deutschen Rettungsdienste vor der Aufgabe, einen Weg zu beschreiten, an dessen Ende hochqualifizierte und in der Praxis sichere Notfallsanitäter stehen.“ Diesen Weg habe noch niemand beschrieben.

Die RKiSH setze in der Ausbildung auf Handlungskompetenz, nicht den schnellen Erwerb eines Titels. „Ich freue mich sehr über den Austausch und die vereinbarten Kooperationen mit unseren europäischen Kollegen, die einen ähnlichen Kompetenzzuwachs in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben“, betont Reis.

„Wir sind beeindruckt von dem Niveau, auf dem die RKiSH arbeitet, und der modernen Ausstattung“, so Phil Crompton, Head of Paramedic Education der Edgehill-University. „Wir setzen in der notfallmedizinischen Aus- und Weiterbildung auf Simulation und Teamtraining – wie die Rettungsdienst-Akademie der RKiSH.“

Sein Kollege Simo Saikko, Senior Lecturer Emergency and Pre-Hospital Care von der Saimaa-University, erläutert: „Wir legen ein europäisches Erasmus-Forschungsprojekt auf und freuen uns, die RKiSH als Partner gewonnen zu haben.“

Die RKiSH tritt einer Allianz öffentlicher Rettungsdienste europäischer Länder bei, die gemeinsam vergleichend zu Management und Qualitätsentwicklung forschen. Die Ergebnisse sollen in Schulungskonzepte umgesetzt werden. Ziel ist die konkrete Verbesserung der Rettungsdienste.

Um die Stärke beider Rettungsdienst-Systeme zu nutzen, haben die RKiSH und die Saimaa-University ein europäisch gefördertes Austausch-Programm für ihre Mitarbeiter und Studenten gestartet.

(10.04.2014; Foto: RKiSH)

One Response to “RKiSH: Internationaler Erfahrungsaustausch”

  1. Peter Krieg on April 11th, 2014 13:39

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert der Notfallmedizin.

    Ich höre sie alle schon wieder jammern kommunaler Rettungsdienst: zu großer Wasserkopf und keine Innovationen, etc…

    Hier sieht man wie die Zukunft des deutschen Rettungsdiensts aufgebaut würdet.
    Vorwärts RKiSH!

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