Riskante Talsperre


Christoph 3 auf der StaumauerSiegburg (rd.de / swb) – Die Baustelle an der Wahnbachtalsperre bei Siegburg entpuppt sich als große Gefahrenquelle. Binnen 10 Tagen musste der Rettungsdienst zwei Personen aus dem Schlamm der abgesenkten Talsperre retten.

Feuerwehr und Rettungshubschrauber haben einen Mann, der sich am Donnerstag, 31. Juli, in den Abendstunden im Stauraum der abgesenkten Wahnbachtalsperre nahe der Derenbachbrücke aufhielt, aus dem Stauraum bergen müssen, nachdem er dort kollabiert war.

Mehrere Personen hielten sich nahe der alten Derenbachbrücke im Stauraum auf, als der Mann dort kollabierte. Ein direkter Zugang war aufgrund von Schlamm und Sumpf dort nicht möglich. Der Mann wurde von der Besatzung des Hubschraubers Christoph 3, der angefordert worden war, notversorgt. Die Feuerwehr Siegburg hat den Wanderer dann bergen können, der vom Hubschrauber daraufhin ins Klinikum Merheim geflogen worden ist.

Bereits am 22. Juli ist ein Jogger in den Abendstunden an einem einsamen Seitenarm in den Schamm geraten und eingesunken. Das die Hilferufe zu dieser Stunde gehört wurden, war großes Glück. Die Rettung aus dem Ufermorast gestaltete sich auch für die Rettungskräfte sehr schwierig. 90 Minuten stecke der Jogger bis zu den Oberschenkeln im Schlamm fest, bis er schließlich unverletzt geborgen werden konnte

Der Wahnbachtalsperrenverband weist darauf hin, dass das Betreten des Stauraumes und auch der Baustelle verboten ist. Die derzeitige Hitze staut sich zudem im Tal, so dass es dort noch heißer ist als im bewaldeten Gebiet um die Talsperre herum. Interessenten können von zwei Aussichtsplattformen aus die Baustelle und die abgesenkte Talsperre beobachten.

(Foto: SWB / WTV)

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