Rettungsübung an der Sinntalbrücke


(Foto: Feuerwehr Bad Brückenau)Bad Brückenau (FF) – Am 10. März 2011 übten die Einsatzkräfte von Bergwacht Oberbach, Rettungsdienst (SEG Bad Brückenau) und Freiwilliger Feuerwehr Bad Brückenau gemeinsam mit Verantwortlichen der Baufirma Max Bögl die Personenrettung von einem Brückenpfeiler der neuen Sinntalbrücke der Autobahn A 7.

Während der Bauzeit wird regelmäßig auf den neuen, bis zu 42m hohen Brückenpfeilern gearbeitet. Um die Rettungsmöglichkeiten einer verunfallten Person aus der Höhe zu erproben, wurde gemeinsam mit dem verantwortlichen Bauleiter der Firma Max Bögl, der Bergwacht und der Feuerwehr eine Rettungsübung geplant.

Auf einem Brückenpfeiler „verunglückten“ zwei „Arbeiter“ (durch Übungspuppen dargestellt).  Die beiden Arbeiter konnten aufgrund ihrer Verletzungen nicht selbstständig vom Pfeiler herunterklettern, ihre Kollegen verständigten die Rettungskräfte. Die Bergwacht Oberbach, die Rot-Kreuz-SEG Bad Brückenau (Schnelleinsatzgruppe) und die Freiwillige Feuerwehr Bad Brückenau trafen kurz nacheinander an der „Einsatzstelle“ ein. Rettungskräfte von Bergwacht und Feuerwehr erklommen mit Abseilgeräten im Gepäck die Pfeiler über die Leitern im Pfeilerinneren. Der Rettungsdienst übernahm die Erstversorgung der beiden „Patienten“ in luftiger Höhe. Danach seilte die Bergwacht einen „verletzten“ Bauarbeiter über die Arbeitsplattform außen am Brückenpfeiler ab. Den zweiten Arbeiter seilte die Feuerwehr mit einer Schleifkorbtrage im Pfeiler ab.

Die Drehleiter wurde zur Beobachtung und zum Material- und Personaltransport in Stellung gebracht. Eine Rettung per Drehleiter wäre hier auch möglich gewesen, da der ausgesuchte Brückenpfeiler nur knapp 21m hoch ist. Jedoch sind die sechs anderen Pfeiler aufgrund ihrer Höhe über 30m nicht mit der Drehleiter zu erreichen. Deshalb war es auch das Übungsziel, die Rettung beider „Verunglückten“ mit Abseilgeräten durchzuführen.

Die gemeinsame Übung funktionierte reibungslos, die Einsatzkräfte wurden von Einweisern der Baufirma Bögl vorbildlich zur „Unglücksstelle“ gelotst.

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