Rettungssanitäterin im Einsatz lebensgefährlich verletzt


Graben-Neudorf (pol) – Eine Rettungssanitäterin des DRK verunglückte am frühen Donnerstagmorgen im Einsatz bei einem Verkehrsunfall auf einer vereisten Brücke. Sie stürzte durch einen Brückenspalt auf die darunter liegende Bahnstrecke und verletzte sich dabei schwer.

Die Rettungswagenbesatzung war gegen 4.45 Uhr zu einem Unfall auf die Eisenbahnbrücke gerufen worden. Dort war ein 16-jähriger Rollerfahrer zuvor auf dem eisglatten Radweg neben der Fahrbahn gestürzt und hatte sich dabei mittelschwer verletzt.

Im Rahmen der Ersten Hilfe für den Verletzten kam die Sanitäterin aus noch nicht abschließend geklärten Gründen und zunächst unbemerkt von ihrem Kollegen in eine Aussparung zwischen dem baulich getrennten Radweg und der Fahrbahn und stürzte mehrere Meter in die Tiefe.

Die Rettungssanitäterin blieb in der Folge neben der unter der Brücke verlaufenden Bahnstrecke schwer verletzt liegen. Die Polizei veranlasste sofort die Sperrung der Bahnstrecke. Der vor Ort befindliche Kollege der Rettungsassistentin übernahm die Versorgung der Verletzten, zudem eilten weitere Rettungskräfte sowie die Feuerwehr Karlsdorf-Neuthard zum Unglücksort. Die in Lebensgefahr schwebende Frau wurde nach der Erstversorgung in das Städtische Klinikum Karlsruhe gebracht.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei von einem tragischen Unglücksfall aus – ein Fremdverschulden kann derzeit ausgeschlossen werden.

3 Responses to “Rettungssanitäterin im Einsatz lebensgefährlich verletzt”

  1. Hansaretter on Januar 20th, 2012 11:38

    Alles Gute der Kollegin!

    Aber wenn ich bei Besprechungen der Ausbildungspläne anrege, mal so Sachen wie Erkunden der Einsatzlage oder Eigenschutz verstärkt mit rein zu nehmen, werde ich mit der Enge des Planes konfrontiert. Stattdessen werden z. B. Medikamente in allen Einzelheiten besprochen, die doch nie von Rettass und Rettsan eingesetzt werden oder in vielen Einsatzgebieten nicht mal vorrätig sind!

  2. zippi on Januar 20th, 2012 15:38

    @hansaretter: Ich durchlaufe derzeit die Vollzeitausbildung und ich muss dir widersprechen. Bei uns drehten sich knapp 20 Stunden nur um Gefahren an der Einsatzstelle, Vorgehen am Einsatzort, etc.

  3. Elendil on Januar 20th, 2012 17:01

    Einfach nur alles Gute für die Kollegin!!
    Ich hoffe sie kann sich sehr bald wieder von diesem schweren Unfall erholen.

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