Rettungskräfte probten Ernstfall an brennendem Flugzeug


Notfallübung Lilienthal 2011 (Foto: Dresden International Airport)

Notfallübung Lilienthal 2011 (Foto: Flughafen Dresden GmbH)

Dresden (pm) – Sirenen, Blaulicht, Feuer: Am Flughafen Dresden International wurde am vergangenen Wochende ein Flugzeugunfall simuliert. Die 150 Einsatzkräfte hatten die Lage schnell im Griff.

Bei der Notfallübung „Lilienthal 2011“ probte die Flughafen-Feuerwehr gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Dresden, Freiwilligen Feuerwehren aus Dresden (Klotzsche, Langebrück, Weixdorf, Hellerau, Wilschdorf), der Bundespolizei und vielen Helfern den Ernstfall. Rund 150 Einsatzkräfte waren beteiligt. Laut den Richtlinien der Internationalen Luftfahrtorganisation ICAO ist der Flughafen verpflichtet, in einem Abstand von höchstens zwei Jahren Notfallübungen durchzuführen.

Das Szenario: Ein Frachtflugzeug startet zu einem Testflug. An Bord sind acht Techniker und zehn Tonnen Kraftstoff. Nachdem im linken Triebwerk Feuer ausbricht, lässt der Pilot über den Tower „Full Emergency“ (Landesicherung mit zu erwartendem Flugunfall) ausrufen. Bei der Notlandung explodiert das linke Triebwerk, wodurch Tragfläche und Hauptfahrwerk stark beschädigt werden. Das Flugzeug kippt zur Seite weg, rutscht unkontrolliert von der Landebahn und kommt erst auf der Vorfeldfläche „Ramp 2“ zum Liegen. Der Tower ruft „Aircraft Accident“ (Flugunfall) aus. Die Rettungskräfte rücken an, um Insassen zu befreien, Brände zu bekämpfen und auslaufenden Treibstoff aufzufangen.

Die Notfallübung „Lilienthal 2011“ sollte die Zusammenarbeit und das richtige Handeln der Einsatzkräfte bei Versorgung und Transport der Verletzten trainieren. So kann das Risiko für Opfer und Helfer im Katastrophenfall minimiert werden. Außerdem wurden die gültigen Alarm- und Einsatzpläne überprüft sowie die Koordination der verschiedenen Fachdienste und Führungsebenen am Flughafen getestet.

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