Rettungshubschrauber in Ungarn abgestürzt


Budapest (rd.de) Ein Hubschrauber der staatlichen ungarischen Flugrettung, ist gestern in der Nähe von Budapest abgestürzt. Der Sanitäter wurde getötet.

Der Unfall hatte sich gestern am 31.7.2008, gegen 14.30 Uhr rund 50 Kilometer südlich von Budapest zugetragen. Der Hubschrauber wurde von der staatlichen ungarischen Flugrettung betrieben und bei der ÖAMTC-Tochter Heli Air angemietet.

Die Maschine war mit einem kranken Kind und dessen Mutter auf dem Weg in ein Krankenhaus, als es zum Unglück kam. Nach Augenzeugenberichten könnten Treibwerksprobleme vorgelegen haben. Zeugen berichten, der Hubschrauber wäre aus 200 bis 300 Metern Höhe wie ein Stein zu Boden gefallen.

Der Hubschrauber wurde beim Aufprall auf ein freies Feld fast völlig zerstört. Die Maschine von Typ EC-135 entsprach den geltenden Sicherheitsbestimmungen und war mit zwei Triebwerken ausgerüstet. Für den an die Unfallstelle gereisten Heli-Air Geschäftsführer sieht der Unfall aus, wie der mislungene Versuch einer Notladung im Autorotationsverfahren. Noch ist das freilich alles Spekulation.

Bei einer Autorotation bewegt sich der Hubschrauber mit hoher Sinkrate nach vorne, der Luftstrom hält den Rotor ohne Motor auf Drehzahl. Kurz vor dem Aufprall werden die Rotorblätter scharf angestellt, um die kinetische Energie des Rotors zum Abfangen des Hubschraubers zu verwenden.

Der begleitende Sanitäter wurde beim Aufprall getötet, der Pilot und die Mutter sind schwer verletzt, das Kind erlitt hingegen nur leichte Blessuren.

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