Rettungsgasse: ÖAMTC setzt auf Aufklärung


Wien (pm) – Die aktuelle Debatte rund um die Rettungsgasse lässt in Österreich aus Sicht des ÖAMTC einen wichtigen Aspekt außer Acht: Das Konzept wurde übernommen, weil es für Einsatzfahrer immer wieder Probleme gab, einen Unfallort zu erreichen.

„Die Rettungsgasse wurde als sinnvolle und notwendige Maßnahme konzipiert – mit dem Ziel, Leben zu retten. ‚Kinderkrankheiten‘ und Unsicherheiten dürfen nun nicht Anlass sein, das gesamte System in Frage zu stellen“, stellt ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold klar.

So wie die Mehrheit der Einsatzorganisationen steht auch der ÖAMTC weiterhin positiv zur Rettungsgasse. Verbesserungen, zum Beispiel bei Problemstellen wie Stadtautobahnen und Baustellenbereichen, sieht der Club als notwendig an. Die Erfahrungen der ÖAMTC-Einsatzfahrer sowie der anderen Einsatzorganisationen können für den Evaluierungsprozess wesentliche Informationen liefern. „Man muss dem Konzept Zeit geben. Es sind alle Verkehrsteilnehmer gefordert, sich solidarisch zu verhalten und gemeinsam Platz zu machen, sobald sich ein Stau bildet“, bekräftigt Schmerold.

Der Strafrahmen bei Missachtung der Vorschrift ist relativ hoch: Das Nichtbilden der Rettungsgasse wird mit bis zu 726 Euro geahndet, das Behindern von Einsatzfahrzeugen, Fahrzeugen des Straßendienstes oder der Pannenhilfe mit bis zu 2180 Euro. Allerdings appelliert der ÖAMTC an die Exekutive (Polizei), auch weiterhin mit Augenmaß zu sanktionieren und verstärkt auf Aufklärung zu setzen.

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