Rettungsdienst übte mit 200 Einsatzkräften


(Foto: Dirk Behrens / Kreis Soest) Kreis Soest (pm) – „Explosion im Kesselhaus“ lautete am Samstag, 9. April 2011, die Meldung für die Graf-York-Kaserne in Möhnesee-Echtrop. Glücklicherweise handelte es sich hierbei nur um eine Übung des Rettungsdienstes des Kreises Soest.

Im Rahmen eines Lehrgangs „Gruppenführer Rettungsdienst“ übten rund 200 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Hilfsorganisationen und des THW aus dem Kreis Soest das strukturierte Vorgehen bei einem solchen Schadensszenario. Mit dabei waren auch die Einheiten Feuerwehren aus Möhnesee und Warstein.

Die 17 Teilnehmer des Lehrgangs hatten die Aufgabe die verletzten Personen „erstzuversorgen“ und anschließend in einen Behandlungsplatz zu transportieren. Wichtig waren hierbei die strukturelle Vorgehensweise und das zielgerichtete Führungsverhalten der Retter. Nach der Erstversorgung wurden die Patientendarsteller dann in den aufgebauten Behandlungsplatz transportiert.

Der Behandlungsplatz 50, kurz BHP 50, ist ein Bereich in dem bei einer Schadenslage mit vielen Verletzten oder Erkrankten die geordnete Versorgung von 50 Patienten ermöglicht wird. Ein solcher Behandlungsplatz besteht in der Regel aus mehreren Zelten in die die Patienten nach der schwere ihrer Verletzung oder Erkrankung behandelt werden. Anschließend werden sie von hier aus weiter in entsprechende Krankenhäuser transportiert.

Nach rund drei Stunden war die Übung erfolgreich beendet. Hans-Peter Trilling, Abteilungsleiter Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz beim Kreis Soest, war sichtlich zufrieden mit der Leistung der Einsatzkräfte: „Die Erkenntnisse aus dieser Übung werden wir in der nächsten Zeit aufgreifen und uns noch weiter verbessern. Eins ist aber sicher, sollten wir im Ernstfall gefordert werden, kann man sich auf uns verlassen. Wir können mit Stolz sagen, dass wir voll einsatzfähig sind.“

Dass der Ernstfall nicht lange auf sich warten lässt, mussten die Retter am Samstagabend noch erleben. Bei einem Feuer in der LWL-Klinik in Benninghausen wurden sie mit rund 40 Einsatzkräften auf den Plan gerufen. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt. Aber auch Einsätze wie auf der A 19 bei Rostock mit mehreren Toten und Verletzten können im Kreis Soest jederzeit passieren.

Um für solche Ereignisse aufgestellt zu sein, hat der Kreis Soest ein gut funktionierendes Konzept für Großschadensfälle entwickelt. Je nach Größe des Einsatzes werden entsprechend Einsatzkräfte alarmiert. Bei kleineren Einsätzen sind dies nur Kräfte des Rettungsdienstes, bei Großlagen kommen dann die Kräfte der Hilfsorganisationen, der Feuerwehr und des THW hinzu.

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