Rettungsdienst entdeckt Sprengstoffe


Kiel (ots) – Gestern gegen 20.00 Uhr rief ein Bewohner eines Mehrfamilienwohnhauses in der Dithmarscher Straße in Kiel den Rettungsdienst, da dieser über gesundheitliche Beschwerden klagte. Die eintreffenden Rettungskräfte bemerkten in der Wohnung auffällige Substanzen und zogen die Polizei hinzu.

Die eingesetzten Beamten fanden in der Wohnung sowie auf dem dazugehörigen Balkon des Mehrfamilienwohnhauses Eimer und Kanister mit flüssigen Stoffen sowie kristallinen Substanzen vor. Daraufhin verständigten sie den Kampfmittelräumdienst, sperrten die Dithmarscher Straße zwischen dem Theodor-Heuß-Ring und der Stormarnstraße und evakuierten neben dem betroffenen Wohnhaus zusätzlich die im engeren Bereich liegende 11 Wohnhäuser. Von dieser Maßnahme waren unmittelbar rund 50 Personen betroffen, die in einem bereitgestellten Bus der KVAG unterkommen konnten.

Die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes fanden 60 Liter Chemikalien, die zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden können, pulverförmige Substanzen im Kilobereich – vermutlich bereits selbst hergestellter Sprengstoff sowie Bauteile, die zum Bau einer Spreng- und Brandvorrichtung geeignet sind.

Das Landeskriminalamt ermittelt gegen einen 36-jährigen Mitbewohner der Wohnung wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und das Waffengesetz.

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