Rettungsdienst Bielefeld zieht Bilanz


Bielefeld (pi) – Die Rettungsdienst Bielefeld gGmbH – bestehend aus ASB, DRK und JUH – hat ihre Jahresbilanz 2008 vorgelegt. Demnach stiegen vor allem in der Notfallrettung die Einsatzzahlen deutlich. 

Rettungswagen-Einsätze wurden knapp 5700 registriert; das Notarzteinsatzfahrzeug Gilead, das in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Krankenhaus Bielefeld betrieben wird, absolvierte erstmals in seinem 10-jährigen Bestehen mehr als 3000 Einsätze.

„Besonders in diesem Winter sind so viele Menschen in Bielefeld krank wie nie“, erläutert Geschäftsführer Heiner Hofmann. Die Abdeckung solcher Einsatzspitzen bereitet schon länger Sorgen, ist doch die Umsetzung des Entwurfes des Rettungsdienstbedarfsplanes aus dem Mai 2007 gerade erst von den Krankenkassen genehmigt worden.

Im Krankentransport sind die Einsätze im Jahresmittel gesunken; sie haben aber seit November ebenfalls wieder deutlich zugenommen. „Außerdem führen wir mehr spezielle Einsätze durch, dazu zählen Transporte von Infektionskranken sowie von Patienten, die nach Hause oder in ihre Heimatkrankenhäuser in Ostwestfalen-Lippe verlegt werden“, so Jens Heidbrink, Leiter Rettungsdienst der gGmbH von ASB, DRK und JUH in Bielefeld. 
 
Sechs große Einsätze und die Übung im OWD-Tunnel bescherte den 230 Helferinnen und Helfern der mit ASB, DRK und JUH gemeinsam betriebenen Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) ein normales Jahr. Anspruchsvoller war da schon eher die Auslastung bei Sanitätswachdiensten. Die Public Viewing‘s der Fußballeuropameisterschaft und viele Großveranstaltungen aus Sport, Kultur und Wirtschaft führten zu jede Menge Arbeit für die Retter, die bei solchen Events bereitstehen, um die Erstversorgung von Besuchern und Aktiven zu gewährleisten. „Der Trend geht zu mehr Sicherheit“, so der Ärztliche Leiter der Rettungsdienst gGmbH, Dr. med. Michael Korth.

2008 wurde die Rettungswache an der Artur-Ladebeck-Straße innerhalb von sechs Monaten umfassend umgebaut. 2009 soll im Rahmen der Rettungsdienstbedarfsplanung der Rettungswagen der Wache 7 in Oldentrup etwas weiter nach Osten verlagert werden. „Wir suchen eine kleine Immobilie für die dann zu etablierende Rettungswache 9“, so Hofmann.

Die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH ist noch immer bundesweit die einzige GmbH der drei Organisationen. Sie verfügt über 45 hauptamtliche Mitarbeiter, sechs Zivildienstleistende und kann bis zu 40 nebenamtliche Kräfte mobilisieren. 16 Rettungsfahrzeuge stehen für alltägliche und Großeinsätze zur Verfügung.

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