Rettungsdienst beschimpft – Führerschein weg


Gütersloh (ots) – Drastische Konsequenzen drohen einem Senior, der am Samstag (14.06.2014) in Gütersloh einen Rettungsdienstmitarbeiter massiv beschimpft haben soll.

Wie die Polizei mitteilte, war nachmittags gegen 14:45 Uhr ein Rettungswagen aufgrund eines häuslichen Notfalls in den Iburgweg geschickt worden. Als die Einsatzkräfte wenig später mit einem Patienten zu ihrem Fahrzeug zurückkehrten, wurden sie von einem 77-jährigen Autofahrer beschimpft. Der Mann hielt mit seinem Wagen vor dem Rettungsfahrzeug und ärgerte sich lautstark darüber, dass das Einsatzfahrzeug ihm den Weg versperrte.

Ein Rettungsdienstmitarbeiter (36) versuchte vergeblich, dem aufgebrachten Mann zu erklären, warum es nötig gewesen war, das Einsatzfahrzeug kurzzeitig auf der Straße zu parken. Das schien den älteren Mann jedoch nicht zu überzeugen. Er regte sich weiterhin auf und beschimpfte den Sanitäter aufs Übelste.

Als dieser zurück zu dem Einsatzfahrzeug ging, beschleunigte der 77-Jährige nach Zeugenaussagen seinen Pkw und fuhr auf den Rettungsdienstmitarbeiter zu. Dieser sprang zur Seite. Erst kurz vor dem 36-Jährigen bremste der Senior sein Auto scharf ab und drohte dem Fahrer des Rettungswagens, „ihm auf die Fresse“ zu hauen.

Daraufhin zog sich der 36-Jährige in den Rettungswagen zurück und benachrichtigte die Polizei. Der Senior schrie noch einige Zeit herum, ehe er in ein Haus ging. Hier traf ihn auch die wenig später eintreffende Polizei an. Auch den Beamten gegenüber reagierte der Mann sehr aufbrausend, verbal aggressiv und uneinsichtig.

Die Beamten leiteten gegen den 77-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ein. Auf richterliche Anordnung wurde der Führerschein des Mannes beschlagnahmt – zwecks Vorbereitung der Entziehung der Fahrerlaubnis. Das Führen fahrerlaubnispflichtiger Fahrzeuge wurde ihm untersagt.

11 Responses to “Rettungsdienst beschimpft – Führerschein weg”

  1. Uwe Foto Schumann via Facebook on Juni 17th, 2014 16:18

    Richtig so!

  2. Katja Dannenberg via Facebook on Juni 17th, 2014 16:24

    Jea.. da hatte der Kollege noch glück gehabt. ..

  3. Cornelia Gollnick via Facebook on Juni 18th, 2014 10:43

    Kopfschütteln…. Führerschein für immer weg.. am besten gleich in den Reisswolf.

  4. Wolfgang Tanzer on Juni 18th, 2014 13:38

    Na, das ich doch nichts Neues, das hat doch jeder von uns schon erlebt.

  5. Ralf Schneider via Facebook on Juni 18th, 2014 14:43

    Gut so.

  6. Rorin on Juni 19th, 2014 02:39

    Dem sollte nicht nur der Führerschein entzogen, sondern auch gleich sein PKW weggenommen und zwangsversteigert werden!
    Ist prinzipiell woanders auch möglich: „Bei einer Alkoholfahrt mit mehr als 1,5 Promille in Italien wird das Fahrzeug beschlagnahmt und enteignet. “ (Quelle: http://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/Suendeimausland.aspx) – ist ein völlig anderes Verkehrsdelikt, aber in Italien geht’s. Warum nicht auch in Deutschland.
    Die Gefahr die von diesem Herrn ausgeht ist dadurch dass er seinen Führerschein abgibt nicht gebannt – das Fahrzeug hat er ja noch.

  7. Torsten Borghaus on Juni 19th, 2014 03:53

    Richtig so!

  8. Fred Schreiber on Juni 25th, 2014 15:21

    Man sollte Ihm sagen :Denk mal dran ,ob man in dem Alter nicht auch mal den RTW braucht-und wo der dann evt.steht….

  9. Parkplatzvergleich.de on Juni 25th, 2014 15:42

    Richtig so! Wie manche Leute einfach nicht nachdenken. Ich habe das auch schon einmal am Flughafen Düsseldorf mit angesehen und bin eingeschritten.

  10. Stephan Massoth on Januar 31st, 2015 21:29

    Ein weiterer Grund, ab einem gewissen Alter ärztliche Untersuchungen zur fahrsicherheit einzuführen
    Eine untersuchung hätte das erkennen und verhindert können.

  11. Olaf on Februar 2nd, 2015 21:30

    ist das so….?

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