Rettung soll schneller werden


Main-Taunus-Kreis (pm) – Mit einem zusätzlichen Rettungswagen und mehr Einsatzstunden der Fahrzeuge sollen Notfallpatienten im Main-Taunus-Kreis im neuen Jahr schneller als bisher versorgt werden.

Wie Kreisbeigeordneter Michael Cyriax mitteilt, will der Kreis damit das System des Rettungs- und Notarztsystems flächendeckend weiter verbessern. Er wolle dafür sorgen, dass „im Notfall die Rettungsassistenten und der Notarzt noch schneller zum Patienten kommen“. Dazu hat der Kreisausschuss entsprechende Änderungen im so genannten Bereichsplan beschlossen, der die Notfallversorgung im Main-Taunus-Kreis regelt.

Demnach wird zum 1. Januar 2011 zusätzlich zu den bisherigen zehn Rettungswagen ein weiteres Fahrzeug in Betrieb genommen, zudem werden die einzelnen Wagen mehr Stunden als bisher eingesetzt. Verteilt sind die Fahrzeuge über die fünf Stützpunkte Hofheim, Bad Soden, Eschborn, Flörsheim-Wicker und Kelkheim-Fischbach.

Den Angaben zufolge konnte in einigen Teilen des Main-Taunus-Kreises bislang nicht die so genannte gesetzliche Hilfsfrist eingehalten werden. In Hattersheim sowie in Teilen von Hofheim, Eppstein und Kelkheim. waren die Fahrzeiten der Rettungswagen offenbar zu lang.

Es gehe hier um die Sicherheit aller Bürger, so Cyriax. „Im Einsatz kommt es auf jede Minute an.“ Mit den Verbesserungen von Januar an wolle der Kreis überall die Hilfsfrist einhalten. Ob dies gelinge, würden laufende Analysen der Einsatzstatistik zeigen.

Im Jahr 2010 wurden rund 16.000 Notfalleinsätze des Rettungsdienstes verbucht, darunter 900 Einsätze mit ehrenamtlichen Sanitätern. Der Rettungsdienst wird im Main-Taunus-Kreis vom Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und dem Arbeiter Samariter-Bund geleistet. Bei den rund 6600 Notarzteinsätzen im laufenden Jahr kam Personal zusätzlich noch von den Kliniken des Main-Taunus-Kreises, außerdem waren niedergelassene Ärzte eingebunden.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?