Rettung aus Steilhang des Schloss Stolzenfels


Wer unterhalb von Stolzenfels vom rechten Weg abkommt, gelangt in schnell in steiles und unwegsames Terrain.

Wer unterhalb von Stolzenfels vom rechten Weg abkommt, gelangt in schnell in steiles und unwegsames Terrain.

Koblenz (BF) – Am Mittwochabend (03.06.2009), erhielt die Leitstelle der Feuerwehr Koblenz von der Polizei eine Meldung über eine im Hanggelände abgestürzte Person in Höhe von Schloss Stolzenfels. Ein herzkranker 57-Jähriger hatte sich verstiegen, seine Rettung gestaltete sich schwierig.

Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten die bereits suchende Polizeikräfte. Der Begleiter der vermissten Person konnte per Handy Kontakt zur abgestürzten Person aufnehmen.

Nachdem eine akustische Ortung (Hören des Martin-Horns) sowie eine Beschreibung des Umfeldes der Person nicht erfolgreich waren, wurde der Rettungshubschrauber zur Ortung angefordert.

Dieser flog nach dem Eintreffen langsam den Hang von Stolzenfels in Richtung Koblenz ab, bis der Vermisste diesen sehen und einweisen konnte. Dadurch stellte sich heraus, dass die tatsächliche Auffindestelle ca. 500m Luftline entfernt von der angenommenen Absturzstelle war und sich mitten im stark bewachsenen Hang befand.

Nachdem der Hubschrauber die Einsatzkräfte in die Nähe des Verunfallten geleitet hatte drehte dieser ab, da eine Rettung per Winde nicht in Frage kam. In unmittelbarer Nähe zum Auffindeort verlief eine Hochspannungsleitung.

Die abgesürzte Person konnte weder von oben, noch von unten erreicht werden, ohne dass Einsatzkräfte gesichert vorgehen konnten.

Die Höhensicherungsgruppe der BF begann daraufhin den Aufstieg von unten. Gleichzeitig erreichten Einsatzkräfte die Nähe der Einsatzstelle mit einem geländegängigen Fahrzeug von oben und begannen mit dem Abstieg.

Nachdem die abgestürzte Person gesichert und erstversorgt war wurde entscheiden, dass sie den Hang hinunter abgeseilt werden musste. Da die Überwindung von ca. 100 Höhenmeter in unwegsamsten Hanggelände sehr aufwendig war, wurde die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Boppard / Bad Salzig zur Unterstützung alarmiert.

Diese kamen den Einsatzkräften der BF etwa in der Hälfte der Strecke entgegen und unterstützen dann.
Die abgestürzte Person wurde mit der Schleifkorbtrage den Hang hinunter zur B9 gebracht und dort dem Rettungsdienst übergeben.

Nachdem alle Sicherungsmassnahmen aus dem Hang entfernt worden waren, konnte der Einsatz nach 3 Stunden erfolgreich beendet werden.

Die Zusammenarbeit der Höhensicherungsgruppe der BF mit den Höhenrettern aus Boppard klappte hervorragend. Vor Ort fand eine lückenlose Ergänzung der Einsatzkräfte statt.

Ohne die Hilfe des Rettungshubschraubers, hätte die Person mit Sicherheit nicht vor Einbruch der Dunkelheit geortet und schließlich gerettet werden können.

Im Einsatz waren:
– 2.WA der BF mit 11 Kollegen und 4 Höhensicherern
– Höhenrettungsgrupppe Boppard / Bad Salzig mit 12 Kameraden
– Polizei mit 2 Streifenwagen und einem Hundeführer
– Rettungsdienst mit Rettungswagen
– der Rettungshubschrauber Christoph 23 / (ADAC/BWZK)

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