Rennwagen fuhr in Zuschauergruppe


Stadtsteinach (pol) – Beim 9. ADAC-Frankenwald-Berg-Revival kam es am Sonntagmittag zu einem Unfall mit mehreren Verletzten. Ein sechsjähriger Junge schwebt in Lebensgefahr.

Gegen 11.30 Uhr kam ein 32-Jähriger aus dem Teilnehmerfeld mit seinem VW Polo ins Schleudern. Eigenen Angaben zufolge musste er wegen eines unmittelbar vor ihm die Ziellinie überfahrenden Teilnehmers ein Bremsmanöver einleiten. Hierbei verlor er die Kontrolle über seinen Wagen.

Mit seinem rot/weißen Polo erfasste er eine Gruppe Zuschauer, die im hinteren Bereich des Zieleinlaufes standen. Fünf Personen wurden durch das Unfallgeschehen unmittelbar verletzt. Vier davon im Alter zwischen neun und 72 Jahren erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen. Sie wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert. Ein sechsjähriger Junge aus der Personengruppe wurde schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Die verletzten Personen stammen aus dem Bereich Hof. Sechs weitere Zuschauer erlitten einen Schock und wurden an Ort und Stelle ärztlich versorgt.

Der 32-jährige Polofahrer aus dem Raum Schweinfurt blieb unverletzt. Das Revival wurde von der Rennleitung nach dem Unfall sofort unterbrochen. Kurze Zeit später wurde der Abbruch bekanntgegeben.

Die Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen zum Unfallgeschehen aufgenommen.

Bei diesem Event handelt es sich nicht um ein klassisches Autorennen, sondern um eine Berggleichmäßigkeitsprüfung. Teilnehmen dürfen nur Fahrzeuge, welche mindestens 20 Jahre alt sind. Ziel ist es nicht die zirka drei Kilometer lange Bergstrecke innerhalb kurzer Zeit zu bewältigen. Die Strecke ist insgesamt dreimal zu befahren. Beim ersten Durchgang wird die Zeit der einzelnen Teilnehmer als Referenzzeit gemessen. Diese Zeit gilt es bei den folgenden Durchgängen so genau wie möglich zu bestätigen. Gewonnen hat nicht der schnellste Teilnehmer, sondern derjenige mit der geringsten Zeitabweichung.

An der Unfallörtlichkeit waren rund 50 Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei sowie der Leitende Oberstaatsanwalt aus Bayreuth und ein Sachverständiger im Einsatz. Weiterhin kümmerten sich Notfallseelsorger und ein Kriseninterventionsteam um die Zuschauer.

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