Reizgas im Bekleidungsgeschäft


Dortmund (BF) – Gegen 18.30 Uhr ging am Montag in der Einsatzleitstelle der Feuerwehr der Nortruf einer Ladeninhaberin eines Bekleidungsgeschäfts auf dem Westenhellweg ein. Die Frau berichtete, dass mehrere Mitarbeiter und Kunden plötzlich über starken Husten klagten.

Daraufhin wurden die Spezialeinheit ABC (atomare, biologische und chemische Gefahren) der Feuerwehr Dortmund und der Rettungsdienst alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einheiten von der Feuerwache 1 (Mitte) befanden sich keine Personen mehr in dem Gebäude. Da jedoch mehrere Personen über eine Reizung der Atemwege klagten, sperrten Polizei und Feuerwehr das Geschäft und den Bereich der Fußgängerzone unmittelbar davor.

Während die betroffenen Personen von zwei Notärzten untersucht wurden, bereitete sich ein Atemschutztrupp mit Chemikalienschutzanzügen auf den Einsatz vor. Mit speziellen Messgeräten untersuchte der Einsatztrupp alle Ebenen des Bekleidungsgeschäfts jedoch ohne eine Feststellung, so dass eine weitere Gefährdung ausgeschlossen werden konnte.

Im Laufe des Einsatzes meldeten sich weitere Kunden, die einen Hustenreiz erlitten hatten. In dem bereitgestellten Betreuungsbus der Feuerwehr wurden insgesamt zwanzig Personen durch den Rettungsdienst untersucht. Zwei von ihnen wurden vorsorglich zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus gebracht, alle anderen blieben unverletzt.

Feuerwehr und Polizei gehen davon aus, dass in dem Laden eine Art Pfefferspray freigesetzt wurde, welches sich bis zum Einsatz der Feuerwehr verflüchtigt hatte. Aus Sicherheitsgründen muss das Geschäft weiterhin geschlossen bleiben. Alle weiteren Maßnahmen liegen nun beim Gesundheitsamt. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit etwa 40 Einsatzkräften vor Ort tätig.

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