Reisebus übersehen?


Bischofswiesen (BRK/ml) – Ein 66-jähriger Bischofswiesener und seine 67-jährige Frau sind am Mittwochabend beim Zusammenstoß zwischen ihrem Auto und einem Reisebus auf der B20 bei Bischofswiesen schwer verletzt worden.

Die insgesamt 18 Businsassen kamen nach erster Einschätzung durch die Rettungskräfte mit dem Schrecken davon. Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz.

Den bisherigen Ermittlungen der Polizeiinspektion Berchtesgaden zufolge wollte der 66-jährige Fahrer aus Bischofswiesen gegen 17.15 Uhr mit seinem Auto von der Loipler Straße nach links in die Bundesstraße einfahren, wobei er einen Reisebus übersah, der in Richtung Bad Reichenhall unterwegs war. Beide Fahrzeuge stießen zusammen, wobei der Pkw durch die Wucht des Aufpralls über die Böschung auf den parallel zur B20 verlaufenden Rad- und Fußweg geschleudert wurde.

Unfallzeugen leisteten sofort Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab. Die Rettungsleitstelle Traunstein schickte die Freiwillige Feuerwehr Bischofswiesen und das Rote Kreuz mit vier Rettungswagen, zwei Hubschraubern, drei Notärzten, dem Einsatzleiter Rettungsdienst und der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Berchtesgaden zur Unfallstelle.

Während die schwer verletzte 67-jährige Beifahrerin ohne technische Hilfe aus dem Auto gerettet werden konnte, musste der im Fahrzeug eingeklemmte lebensgefährlich verletzte Fahrer von der Feuerwehr Bischofswiesen mit dem hydraulischen Rettungssatz befreit werden.

Nach medizinischer Erstversorgung durch Notarzt und Rettungsassistenten des Roten Kreuzes wurden die Frau und ihr Mann mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und dem Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ zum Klinikum Traunstein und zum Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen.

Einsatzkräfte der SEG Berchtesgaden betreuten die betroffenen Beteiligten und Angehörigen. Zur weiteren psychischen Betreuung wurde das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes nachgefordert. 25 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen waren mit drei Fahrzeugen vor Ort; sie kümmerten sich um die technische Rettung der Verletzten, regelten den Verkehr und reinigten die Fahrbahn.

Nach Polizeiangaben entstand am Pkw ein Sachsachen in Höhe von rund 7.000 und am Reisebus in Höhe von rund 12.000 Euro. Der Verkehr konnte während der Rettungs- und Bergearbeiten einseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

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