Rega rechtfertigt Rettungsmissionen für das US-Militär


Zürich (rd.de) – Nachdem Flugzeug-Spotter Bilder von einem Rega-Ambulanzjet am deutschen US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein gemacht hatten, berichtet die schweizer Handelszeitung, die Rega stünde im Sold fremder Armeen.

Nach Recherchen der Zeitung haben die Ambulanzjets der Rega in den letzten Jahren 17 Transporte zum US-Stützpunkt Ramstein durchgeführt. Sie transportierten dabei Verletzte US-Soldaten aus dem Irak und Afghanistan. Die Handelszeitung sorgte Anfang Mai für Aufsehen, weil das Blatt diese Praxis zum Titelthema gemacht hatte.

Die Rega hat diese Praxis bestätigt, legt aber Wert auf die Feststellung, dass diese Flüge nicht aus Spendenmitteln finanziert, sondern im Gegenteil von der US-Armee voll bezahlt werden. Die Einsätze optimierten die Auslastung und stärken das medizinische Knowhow, hieß es aus Zürich.

In einer Pressemitteilung stellt die Rega klar, dass auch Menschen in Uniform Patienten seien. Die Rega handle auch in diesen Fällen stets nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes und betrachtet solche Flüge als humanitäre Einsätze.

2 Responses to “Rega rechtfertigt Rettungsmissionen für das US-Militär”

  1. Jürgen Claßen on Mai 10th, 2012 21:35

    Liebe Schweizer,

    die Erfinder der Genfer Konvention sollten doch grundsätzlich ALLEN Patienten (egal ob Zivilist oder Soldat) den bestmöglichen Transport und die optimalste Versorgung zugestehen?
    Geld wird nun mal auch mit Elend und Krieg verdient. Aber im Sinne der Patienten halte ich das für vertretbar….

    Grüße

  2. H1O on Mai 12th, 2012 18:11

    Ich faende es andersherum eine Schlagzeile:
    “REGA lehnt Transport von schwerstverletztem Patienten aus Afghanistan ab. Da ein militaerisches Rettungsmittel nicht zur Verfuegung stand, wurde fuer die Notfallversorgung ein ziviler Ambulanzjet angefordert. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass der Unfallbetroffene verstorben ist”.

    Auch in D fliegt die Bundeswehr im SAR-Dienst zivile Patienten – und rettet der zivile Rettungsdienst im Bedarfsfall Militaerangehoerige (auch anderer Laender)

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