Reanimation endete in blutiger Familientragödie


Leezdorf (rd.de) – In einer Familientragödie endete die erfolglose Reanimation einer Frau in Leezdorf bei Aurich (Niedersachsen). Nachdem die Retter einem Sohn der Patientin die Todesnachricht überbracht hatten, lief dieser nach draußen und stach laut Polizei seinen Bruder nieder.

Bange Minuten müssen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Landkreis Aurich am Montag erlebt haben. Nachdem ein Rettungsteam dem 54-jährigen Sohn der Patientin mitteilen musste, dass seine Mutter verstorben sei, bewaffnete sich der Mann mit einem Messer und stach nach Informationen der Polizei vor der Haustür auf seinen drei Jahre älteren Bruder ein.

Durch Schreie aufmerksam geworden, entdeckten die Rettungsfachkräfte das Opfer und kümmerten sich um den Verletzten. Zum Eigenschutz brachten Sie den 57-Jährigen schnell in den RTW und schlossen sich ein. Das Opfer der Messerattacke erlag noch am Tatort seinen Verletzungen.

Wie der Ostfriesische Kurier in seiner gedruckten Ausgabe von Mittwoch berichtet, sei der nachgeforderten RTW-Besatzung seitens der Leitstelle die Gefährlichkeit der Situation nicht mitgeteilt worden. Von einer vorangegangenen Messerstecherei und dem noch nicht gefassten Täter sei den Kollegen nichts bekannt gewesen, heißt es in dem Artikel. Erst der später eintreffenden Polizei sei es gelungen, die Situation zu entschärfen und den Täter festzunehmen.

Der Einsatz scheint nun Auslöser für interne Diskussionen und massiver Kritik an der Arbeit der Leitstelle zu sein. Wie der Ostfriesische Kurier mitteilte, sei den betroffenen Einsatzkräften – darunter zwei Frauen im Freiwilligen Sozialen Jahr – die Unterstützung durch einen Notfallseelsorger angeboten worden.

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