Rauchentwicklung im Augsburger Klinikum


Bereitstellung am Augsburger Klinikum

Bereitstellung am Augsburger Klinikum

Augsburg (BRK) – Rauchentwicklung im Augsburger Zentralklinikum führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Am Einsatzort stellte der diensthabende Einsatzleiter Rettungsdienst des BRK eine erhebliche Rauchentwicklung in mehreren Stockwerken in Verbindung mit Brandgeruch fest. Ein Brandherd konnte durch die inzwischen ebenfalls eingetroffene Feuerwehr zuerst nicht festgestellt werden. Aufgrund des besonderen Gefahrenpotentials eines Großkrankenhauses, einer Vielzahl von Patienten und einer unübersichtlichen Einsatzlage veranlasste der Einsatzleiter die Nachalarmierung von Einsatzkräften. Als Massenanfall von Verletzten der Stufe 1 wurde dieser Einsatz ab sofort weiterbearbeitet.

Über 100 Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Sanitätsdienst und der Betreuungsgruppen wurden alarmiert und in unmittelbarer Nähe des Klinikums in Bereitschaft gestellt. Während Fahrzeuge des Rettungsdienstes für einen schnellen Zugriff bereitstanden, errichteten ehrenamtliche Helfer der Schnelleinsatzgruppen von Rotem Kreuz und Malteser Behandlungs- und Betreuungsplätze auf dem Parkplatz des Zentralklinikums. Eine stabsmäßige Einsatzleitung nahm mit den Einsatzleitwagen vor dem Klinikum ihre Arbeit auf und Helfer des Kriseninterventionsdienstes standen bereit. Eine Schnelleinsatzgruppe Verpflegung versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Getränken und Essen.

Die Notaufnahme des Klinikums wurde zur während der ersten Phase des Einsatzes für weitere Patienteneinweisungen gesperrt.

Gleichzeitig wurden Kapazitäten anderer Krankenhäuser abgefragt und Kliniken im Großraum München in Alarmbereitschaft versetzt, um im schlimmsten Fall Patienten zu übernehmen.

Parallel fahndete die Feuerwehr weiter nach dem Brandherd und konnte diesen gegen 20.30 Uhr in einer Dehnfuge im fünften Obergeschoß entdecken. Da der Brandherd allerdings nicht zugänglich war, mussten umfangreiche Bohr- und Freilegungsmaßnahmen vorgenommen werden, so dass erst gegen 22.00 Uhr mit den eigentlichen Löscharbeiten begonnen werden konnte.

Erst nach diesen Löscharbeiten und einer definitiven Endkontrolle konnte gegen 0.00 Uhr endgültig Entwarnung gegeben werden. Eine Gefahr für die Patienten bestand nicht und es mussten keine Patienten evakuiert, sondern lediglich einige Patientenzimmer geräumt werden. Verletzt wurde niemand.

Wegen des Großeinsatzes kam es zu Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen rund um das Klinikum.

Als hervorragende Leistung, auch gerade der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, fasste der Organisatorische Leiter, Harald Erbe, als Einsatzleiter diesen Einsatz zusammen und zeigte sich sichtlich erleichtert, dass alles routiniert und ruhig abgehandelt werden konnte.

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