Rätselhafte Legionelleninfektionen in Ulm und Neu-Ulm


Legionella Pneumophila (Bild: CDC PHIL)Ulm (rd.de) – Die Stadt Ulm meldet eine ungewöhnliche Häufung von Legionelleninfektionen. Nach derzeitigem Stand gibt es 43 laborbestätigte Fälle von Legionellenerkrankungen. Zwei ältere Patienten sind verstorben. Die Stadt sucht nach der Infektionsquelle.

Legionellen sind Süßwasserbakterien, die sich bei Temperaturen zwischen 30 und 45 Grad Celsius ideal vermehren können. Die Aufnahme von mit Legionellen belasteten Aerosolen führt nach zwei bis zehn Tagen zum Ausbruch der Legionärskrankheit (schwere Lungenentzündung) oder auch zum Pontiac-Fieber, eine milder verlaufende, grippeähnliche Erkrankung.

Bei entsprechenden Symptomen (Fieber, Husten, Auswurf etc.) sollen sich die Betroffenen umgehend in hausärztliche Behandlung begeben. Die Behandlung mit Antibiotika ist in der Regel erfolgreich.

Derzeit sucht die Stadt zusammen mit den Stadtwerken nach der Infektionsquelle. Fachleute haben Nasskühlsysteme in Verdacht. Da die Anlagen nicht genehmigungspflichtig sind, bittet die Stadtverwaltung um Mithilfe. Sogar ein Polizeihubschrauber ist in Ulm und Neu-Ulm im Einsatz, um Nasskühlanlagen auf Dächern auszumachen.

2 Responses to “Rätselhafte Legionelleninfektionen in Ulm und Neu-Ulm”

  1. badner91 on Januar 11th, 2010 16:12

    Aktualisierung: Nach aktuellem Stand (11.01. um 16.11 Uhr) sind es 3 Todesfälle.

  2. badner91 on Februar 2nd, 2010 20:25

    Aktualisierung: Nach jetztigem Stand (02.02.10 um 20.24) wurde die Ursache/Quelle gefunden. Nähers wird vom Landratsamt Ulm morgen bekannt gegeben.

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