Radio-Alarm


Dublin (rd.de) – Die irische Regierung hat in der tiefsten Nacht getestet, ob es möglich ist, alle Radio- und Fernsehempfänger zeitnah mit einer Notfallmeldung zu beschicken.

Die Frage nach einer effektiven Warnung der Zivilbevölkerung bei außergewöhnlichen Notlagen beschäftigt nicht nur die deutschen Politik, sondern treibt auch die Regierung in Dublin um. Dort stellte man alle Radio- und Fernsehkanäle Ende letzter Woche um 4.45 Uhr auf eine Probe und ließ eine 30-Sekunden-Testmeldung versenden. Dabei ging man der Fragestellung nach, ob die Regierung oder der Katastrophenschutz in der Lage sein würde, diese simulierte Warnung kurzfristig in den irischen Äther zu befördern.

Den nächtlichen Zeitpunkt hatte man ganz bewusst ausgesucht. Viele besonders kleine Radio- und TV-Stationen arbeiten in dieser Zeit unbemannt. Der Alarmierungsplan lässt jedoch nur wenig Zeitverzögerung zu.

Eamon Ryan TD , Minister für Kommunikation, Energie und Naturressourcen, zeigte sich über das Ergebnis der Übung hocherfreut, berichtet das Online-Magazin Silicon Republic. Tatsächlich standen alle Rundfunkkapazitäten zeitnah zur Warnung der Bevölkerung zur Verfügung.

Den Rundfunk zur Bevölkerungswarnung einzusetzen, ist auch in Deutschland üblich. Darüber hinaus könnte ein UKW-Empfänger in Rauchmeldern ein Warnsignal abgeben, wenn im Radio Bevölkerungswarnungen ausgegeben werden, so eine der aktuellen Überlegungen.

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