Rad- und Autofahrer behinderten Rettungsarbeiten


Braunschweig (BF) – Mehrere Rad- und Autofahrer haben am Mittwoch (21.08.2013) nach einem Verkehrsunfall in Braunschweig die Einsatzkräfte bei den Rettungsarbeiten behindert.

Wie die Berufsfeuerwehr mitteilte, lief um 05:51 Uhr die Meldung über einen Verkehrsunfall an der Kreuzung Hans-Sommer-Straße und Beethovenstraße auf. Zwei Pkw waren zusammengestoßen, vier Personen wurden verletzt. Die Integrierte Regionalleitstelle schickte drei Rettungswagen, ein Notarzt-Einsatzfahrzeug, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und den Führungsdienst zum Einsatzort.
 
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten die Verletzten die Fahrzeuge bereits verlassen und saßen auf einer Mauer. Die Untersuchung der Verletzten durch die Notärztin ergab, dass eine Person schwerverletzt war und drei Personen leicht verletzt waren. Alle wurden in das Krankenhaus Celler Straße gebracht.
 
Erschwert wurde der Einsatz laut Feuerwehr durch Verkehrsteilnehmer, die trotz Polizei- und Feuerwehrabsperrung die Einsatzstelle durchfuhren. „Sowohl für Autofahrer als auch für Radfahrer wäre es ein leichtes gewesen, den Bereich zu Umfahren, ohne die Einsatzstelle zu queren“, heißt es in der Pressemitteilung der BF. „Gerade beim Abtransport der Verletzten fuhren wiederholt Fahrradfahrer zwischen den Rettungsmitteln und den Verletzten hindurch, obwohl es außerhalb der Absperrung eine funktionierende Fahrradampel gab.

Aus Sicht der Feuerwehr hätte die Rücksichtnahme durch andere Verkehrsteilnehmer den Einsatzablauf und damit auch den Einsatzerfolg verbessert. „Ein umsichtiges Verhalten aller Verkehrsteilnehmer in einer solchen Situation könnte die eigene Gefährdung minimieren und die Sicherheit der Betroffen sowie der Einsatzkräfte erhöhen. Schließlich möchte jeder, wenn er in einem Unfall verletzt wird, kompetent, schnell und selbstverständlich diskret versorgt werden“, ließ die Feuerwehr wissen.

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