Qualitäts- und Innovationspreis verliehen


(Foto: Nicole Maskus/ASB)Köln/Berlin (ASB) – Zum zweiten Mal verlieh der ASB-Bundesverband den Qualitätspreis und zum ersten Mal den Innovationspreis. Der Wohlfahrtsverband zeichnet damit die besten Einrichtungen in den Bereichen Rettungsdienste, Stationäre Altenhilfe, Kindertages­stätten, Ambulante Pflege und Innovation aus. Gleichzeitig bereitet der ASB damit Deutschland auf die Herausforderungen des Fachkräftemangels vor.

Mit einem Preisgeld von jeweils 5.000 EUR wurden die bestbewerteten ASB-Gliederungen gestern in Berlin honoriert. Bewertungsgrundlage ist ein Kriterienkatalog für herausragendes Qualitäts­management nach DIN EN ISO 9001. Die Preise gehen in diesem Jahr an Einrichtungen aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein.

Wettbewerb mit gesellschaftlicher Relevanz

ASB-Bundesgeschäftsführer Christian Reuter will mit dem Wettbewerb nicht nur die Qualität in den Einrichtungen und Gliederungen stärken. Am Rande der Preisverleihung in Berlin verweist er auch auf die gesellschaftliche Relevanz hoher Qualitätsstandards in sozialen Berufen: „Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräfte­mangels speziell in Pflegeberufen ist dieser Preis unverzichtbar. Zudem schafft er bessere Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement, unter­stützt damit die Nationale Engagementstrategie der Bundesregierung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.“

Im Bereich Rettungsdienste gab es gleich zwei Gewinner. Der ASB-Kreisverband Lüneburg und die ASB-Notfallhilfe gGmbH aus Erlangen erzielten bei gleicher Punktzahl den ersten Platz. In ihren Wachen werden alle relevanten Vorkommnisse durch eine EDV-gestützte Dokumentation erfasst. Dies sichert nicht nur ein erstklassiges Qualitätsmanagement sondern auch die Zuverlässigkeit von Rettungsdiensten und Krankentransporten.

Mit einem Sonderpreis wurde erstmals innovatives, freiwilliges Engagement prämiert. Das Team der schleswig-holsteinischen Rettungshundestaffel Wahlstedt freut sich über diesen mit 5.000 EUR dotierten Preis. Die Staffel verschaffte einem laufschwachen Rettungshund ein neues Aufgabengebiet und besetzte damit erfolgreich einen wichtigen Bestandteil der regionalen Polizeiarbeit: Labrador Mika hatte aufgrund seines Handicaps bereits als Rettungshund ausgedient, als eine Spende seine Fortbildung zum „Suchhund in Gewässern“ ermöglichte. Mika spürte seitdem einige ertrunkene Menschen auf und rettete vielen Schwimmern das Leben.

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