QM-System der Malteser war Vorbild


Paderborn (MHD) – Die Malteser sind ein bißchen stolz. Stolz darauf, dass der Kreis Paderborn als erster Kreis in NRW ein einheitliches Qualitätsmanagementsystem (QM) im Rettungsdienst eingeführt hat, vom TÜV Hessen zertifizieren ließ und sich dabei die Malteser zum Vorbild nahm. 

„Wir haben bereits vor elf Jahren ein bundesweit einheitliches Qualitätsmanagementsystem in unseren Rettungsdienst eingeführt“, so Landes- und Regionalgeschäftsführer Oliver Mirring (Köln). Dieses QM-System werde mittlerweile im Rettungsdienstalltag der Malteser nicht nur gelebt, sondern auch Jahr für Jahr von einer externen Prüfstelle überprüft und neu vergeben.

Auf den ersten Blick stünden für viele Organisationen, Kommunen und Kreise vielleicht die Kosten so einer Qualitätsoffensive im Vordergrund. Das, so Mirring weiter, sei aber zu kurz gedacht. Nach der Einführung des QM-Systems und der damit verbundenen Vereinfachung vieler Handlungsweisen und Verwaltungsabläufe wären die Kosten im Rettungsdienst kalkulierbarer als vorher bei einer deutlich höheren Qualität für Patienten und Auftraggeber, unterstreicht Mirring.

Die Malteser setzen jetzt auf die Signalwirkung, die von diesem Schritt des Kreises Paderborn ausgeht. „In der Vergangenheit war bei Ausschreibungen von Rettungsdienstleistungen bei klammen Kassen der Kommunen und Kreise zu oft der Preis ausschlaggebender als die Qualität. Das wird sich nun hoffentlich ändern.“ Qualität rette nicht nur Leben, sondern hätte auch seinen Preis.

Der Malteser Hilfsdienst in Nordrhein-Westfalen beschäftigt an seinen 44 Rettungswachen 876 hauptamtliche Mitarbeiter. Sie besetzen 54 Rettungs- und 76 Krankenwagen. Über 220.000 Einsätze in der Notfallrettung und im Krankentransport leisteten die Malteser im vergangenen Jahr in NRW.

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