Duisburg: Kürzungen im Rettungsdienst


Duisburg (rd.de) – Die Stadt Duisburg rief vor einigen Jahren ein Fachärzteteam ins Leben, das Schwerstkranke bei einer Verlegung von Krankenhaus zu Krankenhaus begleitet. Diese Leistung wird zum ersten April eingestellt werden. Ein Pilotprojekt soll zeigen, ob die Transporte auch mit dem vorhandenen Personal geleistet werden können.

Beatmungsgerät Draeger Oxylog 2000+

Intensivtransport eines Patienten. Symbolfoto: Markus Brändli

Wie die „Rheinische Post“ berichtet, hätten die sieben „Ärzte vom Einsatzdienst“ (AVD) die Kündigung kurzfristig innerhalb von vier Wochen erhalten. Unabhängig von dem damit verbundenen Verdienstausfall kritisieren die Ärzte die Sparmaßnahme.

Neben der Begleitung der Transporte hätten die Notfallmediziner und Anästhesisten beispielsweise auch die Notärzte des Regelrettungsdienstes bei kritischen Einsätzen unterstützt. Insgesamt würde sich das Gesundheitswesen in der Stadt verschlechtern, da jetzt Ärzte aus den Krankenhäusern die oft mehrstündigen Verlegungen begleiten müssen.

Darüber hinaus wird nach Angaben der Zeitung auch in Frage gestellt, ob wirklich Einsparungen erzielt werden können. Die Kosten für die AVD-Einsätze seien von den Krankenkassen übernommen worden. Die Stadt hätte höchstens in Vorleistung gehen müssten.

Die Stadt verteidige ihr Vorgehen. Bis zu 90 Prozent der Verlegungen seien nicht zeitkritisch. Mit dem ab April laufenden Pilotprojekt solle geschaut werden, ob die vorhandenen Kapazitäten reichen, um eine zufriedenstellende Gesundheitsversorgung in der Stadt sicherzustellen.

(29.02.2016)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?