PPP-Preis für private Hubschrauber im Katastrophenschutz


Leer (ps) – Die Arbeitsgruppe Helialert im Deutschen Hubschrauber Verband e.V. hat in Berlin den Preis für Public-Private-Partnership Projekte 2009 in der Kategorie Sicherheit erhalten.

Den Preis erhielt die Arbeitsgruppe gemeinsam mit ihren Koopaerationspartnern, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), dem Innenministerium des Saarlandes und den niedersächsischen Landkreisen Leer und Wittmund sowie dem bayerischen Landkreis Aschaffenburg.

Der PPP-Preis wird jährlich durch den „Bundesverband Private Public Partnership“ und der Zeitung „Behördenspiegel“ an Projekte vergeben, bei denen öffentliche und private Partner in effizienter Weise bei der öffentlichen Aufgabenwahrnehmung zusammengewirkt haben.

Helialert ist ein Zusammenschluss von derzeit 18 privatgewerblichen Lufttransportunternehmen im DHV, die bis zu 180 Hubschrauber rund um die Uhr für Einsatzaufgaben in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr sowie im Bevölkerungsschutz und in der Katastrophenhilfe im In- und Ausland bereitstellen. Da Hubschrauber aufgrund der hohen Investitions- und Betriebskosten Mangel- und Spezialressourcen sind, kommt der Einbeziehung privater Luftfahrzeuge in die Gefahrenabwehrplanungen bei Bund und Ländern vor dem Hintergrund veränderter Risiko- und Bedrohungslagen zunehmende Bedeutung zu.

In Niedersachsen haben sich die Landkreise Leer und Wittmund angeschlossen. Kosten entstehen nach Auskunft des Leeraner Landrats Bernhard Bramlage nur bei Einsätzen im Rahmen vereinbarter Höchstbeträge.

Wie der Präsident des BBK, Christoph Unger, der den Preis stellvertretend für alle Preisträger in Empfang nahm, betonte, bleibt die Gefahrenabwehr eine zentrale Staatsaufgabe. Jedoch könnten jederzeit Lagen eintreten, die im Interesse des Schutzes der Bevölkerung auch den Einsatz privater Ressourcen erforderten. Dafür biete das ausgezeichnete Projekt einen modellartigen Lösungsansatz im Rahmen von PPP, weil ein solcher Einsatz vorbereitet werden müsse. Präsident Unger benannte als gelungenes Beispiel den von seinem Amt gesteuerten Einsatz in Albanien 2007, bei dem 3 Unternehmen von Helialert zur Waldbrandbekämpfung eingesetzt wurden.

Weitere Informationen: www.helialert.com

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