Polizisten lernen Umgang mit Katastrophen


Bonn/Münster (BBK) – Die Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) haben heute offiziell eine Zusammenarbeit vereinbart. Der Vertrag soll die bisherige Kooperation weiter vertiefen. 

„Bei den heutigen Bedrohungsszenarien ist es unabdingbar, dass polizeiliche Sicherheitsbehörden und Behörden des Bevölkerungsschutzes eng zusammenarbeiten. Daher verknüpfen wir heute die Aus- und Fortbildung der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster mit dem Angebot unserer Akademie“, sagt Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Bereits seit 2004 durchlaufen Polizeibeamte einen Ausbildungsblock an der BBK-eigenen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ). Die künftigen Führungskräfte der Polizei werden dafür sensibilisiert, Katastrophen und ihre Folgen einzuschätzen.

Auch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Akteuren bei einer Katastrophe wie Polizei, Feuerwehr und Behörden trainieren die Teilnehmer. Sie analysieren Ereignisse wie die Terroranschläge auf das World Trade Center und auf den öffentlichen Nahverkehr in London und Madrid sowie das Eishallenunglück in Bad Reichenhall.

Kommunikations- und Informationsdefizite sollen erkannt und Lösungsvorschläge erarbeitet werden. In einer viertägigen Stabsübung wird das theoretische Wissen verfestigt. Schon über 600 Beamte durchliefen bisher diesen Ausbildungsblock an der AKNZ.

Für die Fortbildung von BBK und DHPol „Zusammenarbeit der Polizei mit Kräften des Katastrophenschutzes“ kommen bereits jetzt jährlich polizeiliche Führungskräfte in Münster zusammen. Künftig wollen beide Institutionen auch in der Forschung zusammenarbeiten. Geplant ist es, Übungen mit Computersimulationen von Schadenslagen zu ergänzen. Die Simulationen finden Anwendung in der Ausbildung und sollen Entscheidungen unterstützen.

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