Polizei und Notfallseelsorge intensivieren Zusammenarbeit


Berlin (pol) – „Von einem Moment zum nächsten… Brüche und Perspektiven“, unter diesem Motto steht der 12. Bundeskongress Notfallseelsorge, der noch bis zum 13. Mai 2009 in der Heilandskirche in Berlin-Moabit stattfindet.

Polizeivizepräsident Gerd Neubeck sprach zu diesem Anlass ein Grußwort: „Die Notfallseelsorge hat einen unschätzbaren Wert für die Krisenbewältigung von Opfern, Angehörigen und Helfern“. Polizei und Notfallseelsorge arbeiten dabei Hand in Hand. „Auf der Basis einer am 30. März 2009 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung mit dem Berliner Krisendienst wollen wir die Bürgerinnen und Bürger in Notlagen gemeinsam noch professioneller unterstützen“, so Neubeck.

Die Notfallseelsorge betonte die hervorragende Zusammenarbeit mit der Polizei. „Wir sind froh, dass wir ein fester Bestandteil des Alarmierungssystems sind“, betonte Pfarrer Justus Fiedler als Beauftragter für Notfallseelsorge in Berlin. „In unseren Einsätzen treffen wir auf Polizisten, die den Betroffenen und Angehörigen taktvoll und freundlich entgegentreten. So fällt auch uns der Zugang zu den Menschen in einer extremen Situation leichter.“

Notfallseelsorger werden sowohl bei Großschadensereignissen gerufen, als auch bei häuslichen Todesfällen oder zur Betreuung von Gewaltopfern. Sie entlasten durch geschulte Ehrenamtliche auch die Arbeit der Polizei, da diese sich an der Einsatzstelle um viele andere Dinge kümmern muss. „Notfallseelsorge nimmt sich die Zeit für die Menschen, die sie Momenten benötigen, wo das Leben auseinander zu brechen scheint“, sagte Fiedler.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?