Polizei defibrilliert nicht mehr


Langen (rd.de) – Die Polizei als First-Responder: Polizisten in Langen ließen sich in der Benutzung eines Frühdefibrillators unterweisen. Auf zwei Streifenwagen gehörte seit 2005 ein AED und ein Beatmungsbeutel zur Ausrüstung. Doch damit ist es jetzt vorbei.

Im Jahr 2005 war es uns eine Geschichte im Rettungs-Magazin wert: Die Angehörigen warten auf die Notfallrettung, statt dessen stürmen zwei Polizeibeamte in die Wohnung und beginnen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Im Bereich des Polizeikommissariats Langen im Kreis Cuxhaven kam das durchaus vor, denn die Polizisten hatten einen Frühdefibrillator im Wagen. Die geübten Ersthelfer in Polizeiuniform konnten so die tragischen Folgen eines Kammerflimmerns für Notfallpatienten abwenden.

Doch damit ist es jetzt vorbei. Dabei ist es durchaus nicht so, dass das Projekt keinen Erfolg gehabt hätte. Schließlich ist die ursprüngliche Projektlaufzeit schon 2007 abgelaufen, aber die Polizisten in Langen waren bis vor kurzem mit ihren Frühdefibrillatoren immer noch für Rettungseinsätze alarmierbar.

Nach Auskunft der zuständigen Polizeidirektion in Oldenburg, setzten defekte AED-Geräte der erweiterten Rettungsbereitschaft der Polizeibeamten nunmehr ein jähes Ende. Die Frühdefibrillatoren wurden seinerzeit durch die Arbeitsgemeinschaft Notärzte Land Wursten (ANLW) als Spende zur Verfügung gestellt. Wie Thorsten Strier von der Pressestelle der Polizeidirektion in Oldenburg erklärte, wurden die Geräte wegen des Defekts an die Spender zurückgegeben. Ein Budget für Reparatur oder Neubeschaffungen gibt es nicht.

One Response to “Polizei defibrilliert nicht mehr”

  1. thomaswagner on September 27th, 2009 06:13

    Traurig, traurig, dass wieder einmal ausschliesslich pekuniäre Interessen und Umstände für den „Tod“ eine sehr guten und unbedingt nachahmenswerten Projekts verantwortlich. Offenbar ist der verantwortlichen Politik das Leben der Bürger nicht sonderlich viel wert…

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