Politik fördert Voraus-Helfer-System für ganz Hessen


Wiesbaden (DRK) – Bereits zum dritten Mal trafen sich am Wochenende so genannte Voraus-Helfer aus ganz Hessen, um sich fachlich austauschen. Das Netzwerk der ehrenamtlichen Lebensretter in den einzelnen Landkreisen wächst schnell. Die Politik will das System flächendeckend ausweiten.

Zur verbesserten Versorgung von Notfallpatienten hat das Sozialministerium den Hilfsorganisationen und Feuerwehren Unterstützung beim Ausbau des Voraus-Helfer-Systems zugesagt. Dies wurde mit der Novellierung des hessischen Rettungsdienstgesetzes ab Januar 2011 auch per Gesetz geregelt.

Als Nachbarschaftshilfe konzipiert, können sich freiwillige Bürger und Bürgerinnen in erweiterter Erste Hilfe ausbilden lassen und aufgrund kurzer Wege bereits in den ersten Minuten beim Notfallpatienten sein. Bis der Rettungsdienst eintrifft, können Voraus-Helfer erste lebensrettende Maßnahmen leisten.

Regina Radloff, eine Helferin aus dem DRK-Kreisverband Schwalm-Eder berichtet „Es ist viel Helfer-Potential vorhanden. Mit der Unterstützung des Kreises und in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst und der Feuerwehr konnten wir innerhalb eines Jahres 135 Freiwillige in unseren Gemeinden ausbilden, die im Notfall per SMS alarmiert werden“.

Das DRK ist froh über den rechtlichen Rahmen, den das Land nun geschaffen hat, um das System weiter erfolgreich auszuweiten. Mit regelmäßigen Tagungen, wie sie am Wochenende mit 120 Voraus-Helfern aus allen Hilfsorganisationen und Feuerwehren stattfand, wird es auch künftig ein Forum für Information und Fortbildung geben.

In Hessen gibt es 800 freiwillige Lebensretter in unmittelbarer Nachbarschaft. Sie organisieren sich in den Hilfsorganisationen oder Feuerwehren.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?