Pkw stürzt 60 Meter in die Tiefe


Bad Staffelstein (pol) – Über 60 Meter in die Tiefe stürzt ein Pkw in der Nacht zu Mittwoch (09.07.2014) in der Nähe von Bad Staffelstein. Wanderer entdeckten den Wagen viele Stunden später in einem Waldstück unterhalb des Staffelbergs.

Da Personenschäden zunächst nicht ausgeschlossen werden konnten, kamen neben der Polizei auch eine Vielzahl von Rettungskräften von den örtlichen Feuerwehren aus Bad Staffelstein, Lichtenfels, Uetzing, Unterwallenstadt, Ebensfeld und Michelau zum Einsatz. Ebenso waren das Bayerische Rote Kreuz, ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung, ein Polizeihubschrauber und ein Einsatzzug der Bayerischen Bereitschaftspolizei vor Ort.

Nachdem feststand, dass sich keine Personen mehr im Fahrzeug befanden, wurde die Umgebung erfolglos abgesucht. Die 40-jährige Fahrerin konnte schließlich zu Hause von der Polizei angetroffen werden. Sie war in der Nacht mit ihrem Wagen auf dem Staffelberg unterwegs. Da schlechte Sicht durch Starkregen herrschte, verlor sie die Orientierung, fuhr über die Felsenkante und stürzte in den Abgrund. Ihr freier Fall wurde nach ungefähr zwölf Metern durch die Krone einer Kiefer abgefedert. Dabei bog sich der Baum, ähnlich wie eine Wippe, bis zum Boden, so dass das Auto relativ sanft auf dem Gelände unterhalb der Felsen aufsetzte, einmal langsam seitlich um seine eigene Achse rollte, wieder auf den Rädern zum Stehen kam und dann anschließend noch weitere 50 Meter in das Unterholz fuhr.

Die Fahrerin zog noch die Handbremse an, zog den Fahrzeugschlüssel ab und stieg so gut wie unverletzt aus ihrem Wagen. Anschließend ging sie nach Hause und begab sich zu Bett. Erst am nächsten Morgen machte sie einen Termin mit ihrem Anwalt, um den Vorfall zu besprechen. Um das Unfallfahrzeug und den Fremdschaden kümmerte sie sich zunächst nicht.

Wie die Polizei mitteilte, wurde gegen die Frau ein Ermittlungsverfahren wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet.

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