Pfefferspray-Attacke im Linienbus


Achim (ots) – Zwei Jugendliche aus Achim haben am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz von Rettungskräften in Achim (Landkreis Verden) ausgelöst.

Beim Verlassen eines Linienbusses an einer Haltestelle in Uesen sprühte ein 15-Jähriger eine Ladung Pfefferspray in den vollbesetzten Bus, so dass etliche Fahrgäste dadurch Augen- und Hustenreiz bekamen.

Der Fahrer des Busses reagierte sofort, hielt am Fahrbahnrand an und setzte einen Notruf ab. Wenige Minuten später waren etwa 100 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Auch der Rettungshubschrauber „Christoph Weser“ kam zum Einsatz.

Da zunächst unklar, um was für eine Flüssigkeit es sich handelte, wurde unter anderem auch der Gefahrgutzug des Landkreises Verden alarmiert. Um den betroffenen Linienbus herum richteten Polizei und Feuerwehr einen Sicherheitsbereich von 50 Metern ein. Die Fahrgäste wurden in einer benachbarten Sporthalle medizinisch versorgt. Zeitgleich kümmerten sich bis zu vier Notärzte um die insgesamt 17 Verletzten, die im Wesentlichen über Husten- und Augenreizungen klagten.

Auf Anraten der Ärzte müssen vier Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren die Nacht im Krankenhaus verbringen. Sie sollen weiter beobachtet werden. Die anderen Fahrgäste konnten im Anschluss an ihre medizinische Erstversorgung nach Hause entlassen werden.

Durch Befragungen der Fahrgäste kam die Achimer Polizei den beiden Verusachern sehr schnell auf die Spur. Es handelte sich um zwei 15 und 17 Jahre alte Brüder aus Achim, von denen der jüngere inzwischen eingestanden hat, beim Verlassen des Busses eine Art Pfefferspray, wie es zur Abwehr von Tierangriffen verwendet wird, in die Menge gesprüht zu haben. Einen konkreten Grund dafür konnte er nicht nennen.

Die Achimer Polizei hat gegen die Brüder, die beide bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind, Strafverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

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