Patient weigerte sich, RTW zu verlassen


Flensburg (ots) – Die Polizei musste am Mittwochabend (13.02.2013) eine RTW-Besatzung in Flensburg rufen, weil ein Patient äußerst aggressiv auftrat.

Der Rettungswagen war gegen 22.30 Uhr zu einer Bushaltestelle gerufen worden, weil dort ein Mann auf dem Boden lag. Der 62-Jährige war offenbar stark alkoholisiert und hatte sich eine größere Verletzung am Kopf zugezogen. Passanten hatten daher den Rettungsdienst verständigt.

Der Verletzte erwies sich jedoch als uneinsichtig. Er weigerte sich, die Wunde versorgen zu lassen. Die RTW-Besatzung forderte daraufhin eine Polizeistreife nach.

Nachdem es den Helfern gelungen war, den Patienten zur Mitfahrt in die Klinik zu bewegen, löste dieser dann während der Fahrt seinen Sicherheitsgurt und wollte aufstehen. Als die Rettungsfachkraft und ein begleitender Polizeibeamter versuchten, den Mann daran zu hindern, trat und schlug dieser um sich. Dabei verletzten sich die Helfer leicht. Der Mann musste nach Polizeiangaben mit Handfesseln fixiert werden.

Im Krankenhaus angekommen, weigerte sich der 62-Jährige dann plötzlich, den Rettungswagen zu verlassen. Er stemmte sich mit aller Kraft dagegen, wurde schlussendlich aber mit vereinten Kräften dennoch in die Notaufnahme gebracht. Auch hier musste er während der Behandlung fixiert werden.

Dem renitenten Patienten erwartet laut Polizei jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

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